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15.03.19
17:35 Uhr
Landtag

AWO feiert 100-jähriges Bestehen - Landtagsvizepräsidentin Eickhoff-Weber dankt Ehrenamtlichen

Nr. 64 / 15. März 2019

AWO feiert 100-jähriges Bestehen – Landtagsvizepräsidentin Eickhoff-Weber dankt Ehrenamtlichen
Der schleswig-holsteinische Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat heute (Freitag) das 100-jährige Bestehen der AWO gefeiert. Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber gratulierte bei dem Empfang im Neumünsteraner Hotel „Altes Stahlwerk“ zum Jubiläum und dankte besonders den vielen Ehrenamtlichen. „Sie sind das Herz und die Seele der Arbeit. Ohne dieses Engagement gäbe es die AWO nicht“, hob sie hervor.
„100 Jahre AWO – Eine Frauengeschichte“ lautete das Thema des Abends – aus gutem Grund: Gegründet wurde die AWO im Jahr 1919 von der Frauenrechtlerin Marie Juchacz, die auch Namensgeberin des zum dritten Mal ausgerichteten Empfangs ist. Als erste Frau sprach Juchacz vor 100 Jahren vor der Weimarer Nationalversammlung, außerdem durften Frauen im Jahr 1919 zum ersten Mal selbst wählen. „Das macht diesen Marie-Juchacz-Empfang zu einem ganz besonderen“, unterstrich Eickhoff-Weber bei der Eröffnung des Festaktes. Doch die Gesellschaft habe sich nicht nur damals gewandelt – „auch heute erleben wir Umbrüche, die uns prägen und herausfordern“, sagte die Parlamentsvizepräsidentin. Seit 100 Jahren beweise die Arbeiterwohl- fahrt, dass sie in der Lage sei, sich auf neue Anforderungen einzustellen. „Die AWO hat immer die Bedürfnisse der Menschen erkannt und an den richtigen Stellen Kräfte mobilisiert.“
Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt der AWO in Schleswig-Holstein seien auch heute noch Partizipation und Demokratie, gerade in Verbindung mit dem konsequenten Einsatz für Kinderschutz, so die Vizelandtagspräsidentin. Als Beispiel nannte sie Kindertages- und Jugendhilfeeinrichtungen mit Demokratie-Modellprojekten.
Auch in anderen Bereichen arbeite die AWO unermüdlich für die Menschen – in der Altenpflege oder der altersgerechten Quartiersentwicklung, bei der es darum gehe, einen Stadtteil oder ein Dorf so weiterzuentwickeln, dass ältere und unterstützungsbedürftige Menschen gut versorgt in ihrem gewohnten Umfeld leben könnten. „Wir alle brauchen Ansprechpartner, und wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass niemand einsam ist“, sagte Eickhoff-Weber. Genau dazu trügen auch die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter bei. Ob im Altenklub, beim Vorlesen an einem Krankenbett oder im Kindergarten: „Mit ihrer Arbeit sind sie ganz nah bei den Menschen“, lobte 2

Eickhoff-Weber. „Das ist eine Wohltat.“ Diese weitgefächerte Arbeit der AWO würde von den hauptamtlichen Mitarbeitern getragen – ihr professionelles Management im Hintergrund sei ebenfalls unverzichtbar bei der Bewältigung sozialer Problemlagen.
Und dennoch: Mitmenschlichkeit und Solidarität seien Werte, die „jede und jeder von uns“ in der Gesellschaft leben sollte, unterstrich die Vizepräsidentin des Parlaments. Eine Gesellschaft, der diese Werte fehlten, werde anfällig für radikale Kräfte. „Frauen wie Marie Juchacz, die unsere Demokratie stets unter erschwerten Bedingungen mitgestaltet haben, können uns heute noch bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen Mut machen – und Vorbilder sein.“ Die demokratische Gesellschaft habe der Sozialverband ganz im Sinne seiner Gründerin zu jeder Zeit verteidigt und klare Kante gegen jegliche Form von Rassismus und Angriffe gezeigt, betonte Eickhoff-Weber. „AWO steht für Vielfalt. Dieses Engagement ist unersetzlich, denn eine demokratische Gesellschaft muss auch immer eine solidarische sein. Beides geht Hand in Hand.“