Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Möglichkeit zum Opt-Out finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Datenschutzerklärung

Pressefilter

05.04.19
13:17 Uhr
B 90/Grüne

Bernd Voß zu Wärme aus erneuerbaren Energien

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh-gruene-fraktion.de
Nr. 165.19 / 05.04.2019

Die Wohnungen müssen warm werden, nicht das Klima
Am Dienstag (2. April 2019) fand auf Einladung der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Landeshaus die Veranstaltung „Wärme Europäisch – Wärme aus Er- neuerbaren in Dänemark und Schleswig-Holstein“ statt. Drei Impulsreferate bedienten verschiedene Perspektiven: Neben Akteuren von der Westküste und aus Dänemark war die Energie- und Klimaschutzinitiative (EKI) der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) durch Alexandra Oboda vertreten.
Dazu sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:
Eine warme Wohnung ist Lebensqualität. Das soll auch so bleiben. Derzeit stammen in Schleswig-Holstein jedoch gerade einmal 15 Prozent der Wärmeenergie aus erneuer- baren Energiequellen – in Dänemark über 50 Prozent. Um die gesteckten Klimaschutz- ziele in Schleswig-Holstein zu erreichen, müssen Effizienz und Modernisierung im Wärmebereich deutlich schneller vorkommen.
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen. Wir haben in Schleswig- Holstein und Europa das Potential in Wissen, Technik und Handwerk, um unseren Bei- trag zum Bremsen der Erderwärmung beizutragen. Die anstehenden erforderlichen In- vestitionen in Immobilien und Energienetze sind langfristig.
Ein CO2-Preis ist ein überfälliges Signal. Er könnte zeitnah die richtigen Anreize für klimafreundliche und zukunftsfeste Investitionen setzen. Die Bundesregierung verwei- gert diesen Schritt zu einer marktwirtschaftlichen Lösung. Wenn es dabei bleibt, werden Bund und Länder umfangreiche langfristige Investitionsfonds auflegen müssen, damit die überfälligen Investitionen in die Wärmeinfrastruktur getätigt werden können. Die Wohnungen müssen warm werden und nicht das Klima! Seite 1 von 2 Hintergrund:
Die Hälfte unseres Energieverbrauches entsteht durch Heizen. Trotz ähnlicher Ausgangs- bedingungen wie in Schleswig-Holstein wird in Dänemark über 50 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugt. Zwei Drittel aller Haushalte sind an Wärmenetze ange- schlossen, Tendenz steigend.
Bisher wird ein großer Teil der Wärme aus Kraftwärmekopplung, Biomasse und Abfall ge- wonnen. Die Solarenergie und große Wärmespeicher gewinnen zunehmend an Bedeutung. Wärmenetze müssen ihre Kostenkalkulationen transparent offen legen. Ein CO2-Preis weist Investoren in Dänemark den Weg zu mehr Effizienz und nachhaltigen Wärmequellen. So wird zumindest ein Teil der langfristigen Folgekosten des Einsatzes fossiler Brennstoffe ab- gebildet.
Die Voraussetzungen bei der Energieinfrastruktur und im Preiswettbewerb sind hierzulande deutlich anders. Es geht trotzdem voran. Hinter den erneuerbaren Wärmeprojekten in Schleswig-Holstein steckt oft viel bürgerliches und ehrenamtliches Engagement in den Kommunen. Eine breite Rückendeckung in den Gemeinde ist für den Erfolg entscheidend.
Die Energie- und Klimaschutz-Initiative EKI bietet ein umfangreiches Programm an finanzi- eller und fachlicher Förderung und Beratung. Doch aktuell erreicht die Anzahl der umge- setzten Projekte noch nicht den für den Klimaschutz erforderlichen Umfang. Wir wollen in Schleswig-Holstein verschiedene Maßnahmen voranbringen, um die Bürger*innen und Kommunen bei der Wärmewende zu motivieren und unterstützen.
***



2