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24.03.20
16:54 Uhr
SPD

Sandra Redmann und Kirsten Eickhoff-Weber: Nitratbelastung unserer Gewässer alarmierend hoch

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 1305 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de PRESSEMITTEILUNG #88 – 24. März 2020

Sandra Redmann und Kirsten Eickhoff-Weber: Nitratbelastung unserer Gewässer alarmierend hoch Zur Vorstellung des 2. Nährstoffberichts erklären Sandra Redmann, die umweltpolitische Sprecherin und Kirsten Eickhoff-Weber, die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion:
„Liest man den heute präsentierten 2. Nährstoffbericht aufmerksam, fällt auf, dass er aus dem November 2019 datiert. Seit 4 Monaten liegt dieser Bericht vor und erblickt erst jetzt, einige Tage vor der Entscheidung des Bundesrats das Licht der Öffentlichkeit. Das ist mehr als problematisch. Im Februar hat der Landtag über die Situation in Schleswig-Holstein beraten, aber kein Wort des Ministers zu diesem Bericht. Die Werte zur Nitratbelastung der schleswig-holsteinischen Gewässer sind alarmierend. Für die SPD hat der Schutz unserer Gewässer oberste Priorität. Damit die Einhaltung der Grenzwerte endlich erreicht wird, ist konsequentes Handeln nötiger denn je und es muss endlich eine wirksame Düngeverordnung im Bundesrat beschlossen werden. Um unser Wasser nachhaltig zu schützen, kommt es auf die gemeinsame Anstrengung aller betroffenen Akteure an. Viele Landwirte sind dazu bereit, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Sie dürfen von der Politik dabei nicht alleine gelassen werden. Die Neuausrichtung der Landwirtschaft, hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft ökologisch verträglich, sozial gerecht und ökonomisch rentabel, kann nur gemeinsam gelingen!
Deshalb haben wir im Februar dieses Jahres einen Antrag in den Landtag eingebracht, in dem wir auch die Binnendifferenzierung in den roten Gebieten für Nitrat- und Phosphateinträge fordern. Nur so können wir sicherstellen, dass Landwirte, die schon jetzt verantwortungsbewusst düngen, nicht zusätzlich belasten werden! Schleswig-Holstein muss endlich ein zweifelsfreies Messstellennetz einrichten, das diese Binnendifferenzierung zuverlässig ermöglicht. Die Novellierung der Düngeverordnung und insbesondere die Ausgestaltung des Messstellennetzes sind für Schleswig-Holstein von großer Bedeutung. Denn große Teile des Landes gelten als sogenannte „rote Gebiete“. Individualisierte Betrachtungen sind derzeit noch nicht möglich.
Der Viehbestand ist in manchen Regionen immer noch zu hoch. Lagerkapazitäten, Aufbringungstechnik und Gülletransporte durchs Land können nur ein Teil der Lösung sein. Die zuständigen Behörden und Institutionen müssen in die Lage versetzt werden, optimal zu beraten und die Einhaltung des geltenden Rechts auch zu kontrollieren. Wir brauchen endlich effektive Maßnahmen im Sinne von Gewässerschutz und landwirtschaftlicher Produktion!“



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