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28.07.20
16:17 Uhr
AfD

Dr. Frank Brodehl: Bildungsministerin Prien muss die Untersuchungskriterien der Betriebsärzte offenlegen

PRESSEMITTEILUNG



Dr. Frank Brodehl anlässlich der GEW-Kritik am Umgang des Bildungsministeriums mit Attesten, die Lehrern bescheinigen, coronabedingt keinen Präsenzunterricht geben zu können:

„Bildungsministerin Prien muss die Untersuchungs- kriterien der Betriebsärzte offenlegen“ Kiel, 28. Juli 2020 Von 1.609 eingereichten Attesten, die Lehrern bescheinigt, keinen Präsenzunterricht geben zu können, weil sie zur Corona-Risikogruppe gehören, hat das schleswig-holsteinische Bildungsministerium bislang rund 780 prüfen lassen. In lediglich 32 Fällen wurden die Atteste durch Betriebsärzte bestätigt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert diese geringe Quote – und dass eine Rücksprache mit den Haus- und Fachärzten der Betroffenen nicht für erforderlich gehalten wurde. Dr. Frank Brodehl, bildungs- politischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:
„Für die Frage, ob ein Lehrer im Präsenzunterricht eingesetzt werden kann oder nicht, kann angesichts der Corona-Pandemie nur entscheidend sein, wie das individuelle Gesundheitsrisiko im Falle einer Corona-Infektion für den Betreffenden aussieht. Sollte im Fall einer Covid19-Erkrankung das Risiko eines schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlaufs gegeben sein, ist ein Einsatz im Präsenzunterricht keine Option.
Ob ein solches Risiko besteht, hängt grundsätzlich vom Alter und möglichen Vorerkrankungen ab. Beide Kriterien müssten durch Haus- und Fachärzte eigentlich zuverlässig festgestellt und dahingehend bewertet werden können, ob der betreffenden Lehrer zu Risikogruppe deshalb gezählt werden muss oder nicht.
Dass die vom Bildungsministerium beauftragten Betriebsärzte des Berufsgenossen- schaftlichen Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Dienstes (BAD) nun in 748 Fällen zu dem Ergebnis gekommen sind, dass die Lehrer trotz der vorgelegten Atteste für Präsenzunterricht eingesetzt werden können, wirft die Frage auf, ob sie andere Kriterien für ihre Beurteilung angelegt haben als die Haus- und Fachärzte. Denn dass letztere bei Einordnung ihrer Patienten in die Risikogruppe anhand von Alter und Vorerkrankungen in der übergroßen Zahl der Fälle medizinisch falsch gelegen haben, erscheint wenig wahrscheinlich.


Pressekontakt: AfD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag • Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel • Tel.: +49-(0)431-988-1656 • Mobil: +49-(0)176-419-692-54 • E-Mail: presse@afd.ltsh.de



Aus diesem Grund fordern wir Bildungsministerin Prien auf, in diesem wichtigen Punkt für Transparenz zu sorgen und öffentlich zu erklären, wie es in der Frage des Gesundheitsrisikos der untersuchten Lehrer zu einer derart unterschiedlichen Beurteilung durch die Haus- und Fachärzte einerseits und die Betriebsärzte des BAD andererseits gekommen ist."



Weitere Informationen:
• Lübecker-Nachrichten-Artikel „Streit um Atteste: Müssen Lehrer aus Risikogruppen vor die Klasse“ vom 28. Juli 2020:
https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Schleswig-Holstein-Viele-Lehrer- aus-Risikogruppen-muessen-vor-die-Klasse



Pressekontakt: AfD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag • Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel • Tel.: +49-(0)431-988-1656 • Mobil: +49-(0)176-419-692-54 • E-Mail: presse@afd.ltsh.de