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25.03.21
16:08 Uhr
B 90/Grüne

Andreas Tietze zur Abgasnorm Euro 7

Presseinformation

Landtagsfraktion Es gilt das gesprochene Wort! Schleswig-Holstein TOP 30 – Abgasnorm Euro 7 stoppen Pressesprecherin Claudia Jacob Dazu sagt der verkehrspolitische Sprecher der Landeshaus Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Andreas Tietze: Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh-gruene-fraktion.de
Nr. 121.21 / 25.03.2021


Das E-Auto wird den Verbrenner ablösen, wie dieser einst die Pferde
Meine Damen und Herren,
Abgase sind giftig und wie schon Paracelsus wusste, ist Gift eine Frage der Menge. Je weniger, desto besser. Praktisch alle fünf Jahre wird daher die Euronorm erneuert. Das ist die normale Anpassung der Norm an die Fortschritte der Technik und keine Verschwö- rungstheorie.
"30 Milligramm NOx pro Kilometer werden bereits heute von vielen Modellen sogar im RDE-Zyklus unterboten“ und „Auch die vorgeschlagenen Grenzwerte für Kohlenmonoxid, Methan und Feinstaub sind machbar“ - diese Zitate, dessen Aussagen der ADAC bestä- tigt, stammen aus dem von Ihrem Antrag zur Begründung angeführten Artikel. Sie über- führen sich damit wieder einmal selbst.
Die Euro 7 und die Testzyklen gefährden also gar nichts. Im Gegenteil: sie schützen die Gesundheit. Die Euro 7 ist hoffentlich die Letzte vor der E-Mobilität, da der E-Motor dem Verbrennungsmotor weit überlegen ist. Er ist Verschleißarm, das bedeutet weniger War- tungskosten. Er ist leise und ohne Abgase. Er hat sofort volles Drehmoment, soll heißen mehr Beschleunigung, und er ist besser steuerbar, also sparsamer und sicherer. Es gibt technisch keinen Grund, am Verbrenner festzuhalten.
Sechszylinder sticht nicht mehr! Die Industrie weiß das schon lange und bringt die Trans- formation schon voll voran. Nachdem VW seine Akku-Strategie vorstellte, schoss die VW- Stammaktie in die Höhe. Letzten Mittwoch um 16,3 Prozent. Das ist ja auch aus wirt- schaftlicher Sicht völlig logisch.

Seite 1 von 2 Weltweit planen Länder und Städte Verbote für Stinker. Damit brechen große Teile des Exportmarktes weg. Wer an alter Technik festhält, gefährdet die Wirtschaft. Daran wer- den auch eFuels nichts ändern.
Wasserstoff ist der „Champagner der Energiewende“. Daraus gewonnene eFuels sind noch teurer. Das geht nur für die, die keine andere Wahl haben: große Flugzeuge und Schiffe auf großer Fahrt.
eFuel-Verbrenner brauchen fünfmal so viel Windkraft- oder Solaranlagen wie ein Akku. Bezeichnend, dass ausgerechnet die Luxusmarke Porsche sich für diese teure Ver- schwendung ausspricht.
Meine Damen und Herren,
die Steinzeit endete nicht, weil keine Steine mehr da waren. Bronze war einfach besser. Das E-Auto wird den Verbrenner ablösen, wie dieser einst die Pferde. Der Verbrennungs- motor stinkt und sinkt und die AfD hält daran fest. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Wir Grüne wollen den Fortschritt für ein besseres Leben nutzen und das wurde ja auch bei den jüngsten Wahlen gut honoriert. Ich freue mich jedenfalls schon darauf, dass meine Enkel mich eines Tages erstaunt und entsetzt fragen werden: „Habt ihr damals wirklich giftiges und hochbrennbares Öl direkt hinter den Kindersitzen eingefüllt? Echt jetzt?"
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