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21.10.21
10:20 Uhr
Landtag

Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge: Landtagspräsident, Innenministerin und Kommandeur Landeskommando bitten um Mithilfe

Nr. 95 / 21. Oktober 2021


Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge: Landtagspräsident, Innenministerin und Kommandeur Landeskommando bitten um Mithilfe

Kriegsgräber pflegen, an die Kriegsfolgen erinnern und versöhnen – die ehrenamtlich Engagierten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. setzen sich seit mehr als 100 Jahren für den Frieden ein. Für ihre Arbeit sammeln sie vom 29. Oktober bis zum 27. November landesweit Spenden. In einem gemeinsamen Appell bitten Landtagspräsident Klaus Schlie, Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack und der Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein, Oberst Axel Schneider, um Unterstützung.
„Die Arbeit des Volksbundes ist wichtig und notwendig: Ohne Erinnerung und ohne das Lernen aus der Geschichte ist keine Versöhnung und damit auch kein dauerhafter Frieden möglich“, sagte der Landtagspräsident. Der Verein leiste im Interesse aller einen bedeutenden Beitrag zur Erinnerungs- und Gedenkkultur sowie zur internationalen Verständigung und Begegnung.
Obwohl der Volksbund im staatlichen Auftrag tätig ist, finanziert er seine Arbeit zu etwa 70 Prozent aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und den Erträgen der alljährlichen Sammlung, für die zahlreiche Helferinnen und Helfer im Land unterwegs sein werden. „Jeder Beitrag ist ein Ausdruck der Achtung vor den Kriegstoten und des Bemühens um eine friedliche Zukunft. Lassen Sie uns gemeinsam die Arbeit des Volksbundes unterstützen“, bat Schlie. Die Haus- und Straßen- sammlung findet in den Wochen um den Volkstrauertag statt – am 14. November gedenkt Deutschland der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Bei der Gedenk- stunde im Landeshaus vertritt Vizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber den erkrankten Klaus Schlie.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. betreut etwa 2,8 Millionen Gräber deutscher Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft auf 832 Friedhöfen weltweit. Die 1919 gegründete Bürgerinitiative zur Anlage und Pflege von Ruhestätten für Gefallene und andere Kriegsopfer ist heute eine international vernetzte humanitäre Organisation.
Der Sammlungsaufruf für die Kriegsgräberfürsorge: Gemeinsamer Aufruf zur Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Schleswig-Holstein vom 29.10. - 27.11.2021
Kriegsgräber mahnen - mit Ihrer Hilfe! Liebe Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner! Vor 80 Jahren wurde der 1939 von Deutschland losgetretene Krieg zum Weltkrieg. Noch vor dem Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 erfolgte im Mai die Besetzung Griechenlands und Jugoslawiens und im Dezember erklärte das Deutsche Reich den USA den Krieg. 60 bis 70 Millionen Menschen sind durch den Zweiten Weltkrieg zu Tode gekommen. Viele weitere Millionen verloren ihre Gesundheit, ihre Angehörigen, ihre Heimat oder ihren Lebensmut - oder sie mussten bis zu zehn Jahre in Kriegsgefangenschaft verbringen. 80 Jahre später fällt es mitunter schwer, sich an das unvorstellbare Leid und die schlimmen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu erinnern. Ohne Erinnerung und ohne das Lernen aus der Geschichte aber ist keine Versöhnung und damit auch kein dauerhafter Frieden möglich. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge versteht es als seine Aufgabe, nicht nur die Toten der Weltkriege zu suchen und würdig zu bestatten, sondern sich für die Versöhnung über den Gräbern, Verständigung zwischen den Völkern und die Arbeit für den Frieden zu engagieren. Der Volksbund nimmt die Aufgabe der Kriegsgräberfürsorge im Auftrag der Bundesregierung und in unser aller Interesse wahr, finanziert seine Arbeit jedoch bis heute zu großen Teilen durch die Spenden seiner Mitglieder und Förderer. Um diese Arbeit auch in Zukunft weiterführen zu können, ist er auf die Unterstützung der gesamten Gesellschaft angewiesen. Deshalb werden vor allem im Zeitraum um den Volkstrauertag wieder freiwillige Helferinnen und Helfer mit und ohne Uniform im ganzen Land unterwegs sein und um Spenden bitten. Auch in diesem Jahr ist aufgrund der nach wie vor andauernden Coronavirus-Pandemie einiges anders, als gewohnt. Die Gesundheit von Spenderinnen, Spendern und den Sammelnden steht stets im Vordergrund. Daher erfolgt die Sammlung unter Wahrung des Mindestabstands sowie der geltenden Hygieneregeln – zu unser aller Sicherheit. Das Motto des Volksbundes lautet „Gemeinsam für den Frieden“. Diese Gemeinschaft ist heute wichtiger denn je. Wir bitten daher alle Bürgerinnen und Bürger, die Gemeinden, Institutionen und militärischen Dienststellen in Schleswig-Holstein, die Sammlung und die Arbeit des Volksbundes auch in diesem Jahr im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen! Helfen Sie mit, die Gräber der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft zu erhalten und die von ihnen ausgehende Mahnung zum Frieden wach zu halten!

�'t:n�w� Dr. Sabine Sütterlin-Waack Klaus Schlie Axel Schneider Ministerin für Inneres, Landtagspräsident Oberst ländliche Räume, Integration und Schirmherr des Volksbundes Kommandeur Landeskommando und Gleichstellung in Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein des Landes Schleswig-Holstein