Die AFD ist mit ihrer Forderung nach einem zinslosen Darlehen für Eltern, die Kinder bekommen, bei den anderen Fraktionen abgeblitzt. Es brauche keine staatliche “Geburtsprämie“, sondern eine Gesellschaft, in der Kinder willkommen sind, hieß es aus den Reihen von CDU, SPD, Grüne, FDP und SSW.
Konkret hatte die AfD für die Geburt ihres ersten Kindes 5.000 Euro zur Verfügung stellen wollen. Die Rückzahlung hätte dann bei der Geburt des zweiten Kindes um ein Drittel reduziert und beim Dritten dann ganz entfallen sollen.
Das von seiner Fraktion vorgeschlagene Modell bewirke zweierlei, begründete Frank Brodehl (AfD) den Antrag: Es bedeute eine erhebliche finanzielle Entlastung für die Familie, gleichzeitig sei solch ein zinsloses Darlehen „Zeichen einer Willkommenskultur“. Es belege wie „familienfreundlich der echte Norden ist“.
Die anderen Fraktionen sahen in dem AfD-Vorstoß einen Beleg für ein nationalgeprägtes Familienbild. So einen Ehekredit habe es zuletzt in der ehemaligen DDR gegeben, erinnerte Serpil Midyatli (SPD). Davor sei so ein Darlehen in der Zeit des Nationalsozialismus gezahlt worden.
Weitere Hauptredner:
Werner Kalinka (CDU), Marret Bohn (Grüne), Anita Klahn (FDP), Flemming Meyer (SSW), Sozialminister Heiner Garg (FDP)