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4. März 2019 – Top 44: Gedenkstättenkonzept

Erinnerungsarbeit von Morgen

Sich mit der nationalsozialistischen Diktatur auseinandersetzen – das sollen auch zukünftige Generationen. Doch die haben veränderte Erwartungen an Gedenkstättenpolitik. Die Landesregierung stellt neue Ideen vor.

Ein Mitarbeiter des Holocaust-Museums Yad Vashem berichtet den Mitglidern des Ältestenrates vor großen Fototafeln von den Gräueltaten des Nazi-Regimes.
Politiker aus Schleswig-Holstein besuchten im November die weltweit bekannte Gedenkstätte Yad Vashem in Israel, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert.
© Foto: Landtag, Vivien Albers

Im April 2015 wurde das „Landesgedenkstättenkonzept“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Seine politischen Ziele sind die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, indem an Opfer und Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert wird, und die Schärfung des Bewusstseins für zukünftige demokratiefeindliche Entwicklungen. Auf Initiative der Regierungsfraktionen berichtet die Landesregierung über die Umsetzung des Konzeptes bis 2018.

Demnach werden 5,5 Millionen Euro von 2015 bis einschließlich 2019 für die Gedenkstättenförderung ausgegeben. Das Fazit der Landesregierung: In nahezu allen Themenfeldern ist es in den vergangenen vier Jahren gelungen, die Gedenkstätten und ihre gesellschaftlich wichtige Arbeit nachhaltig zu stärken.

Schnittstelle von Schule und Kultur

Besonders an der Schnittstelle von Schule und Kultur haben Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein verstärkt als „Orte des Dialogs, der Begegnung und der politischen Bildung fungiert“, heißt es in dem Bericht. Dies habe zur Persönlichkeitsentwicklung, Diskursfähigkeit und Demokratiebildung der Besucher beigetragen.

Die kommenden Jahre 2019 und 2020 stellen der Regierung zufolge gleichermaßen Chancen wie Herausforderungen dar, um mehr junge Menschen für demokratisches Engagement zu gewinnen. In diesem Jahr, das vom Bildungsministerium zum „Jahr der politischen Bildung“ ausgerufen wurde, wird 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall gedacht. Mit Blick auf 2020 nähert sich der 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges. Die Landesregierung pocht auf mehr Hauptamtlichkeit und kommunale Unterstützung, sowie inhaltliche und finanzielle Begleitung, um den Erwartungen nachfolgender Generationen an die Gedenkstättenpolitik gerecht zu werden.

(Stand: 1. März 2019)

Meldung bei Antragstellung:
September 2018 (ohne Aussprache)

Bericht folgt rund eine Stunde nach der Debatte

Ausschuss-Bericht

Umsetzung des Landesgedenkstättenkonzeptes
Antrag der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP – Drucksache 19/956

Federführend ist das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur – Drucksache 19/1252