Der SSW fordert die Landesregierung auf, ein Konzept zur Sicherung der öffentlichen Theater und des Theaterstandorts in Schleswig-Holstein für die Jahre 2026-2031 zu erarbeiten. Neben den öffentlichen Theatern – das Theater Kiel, das Theater Lübeck und das Schleswig-Holsteinische Landestheater –, soll das Konzept außerdem die freien und privaten Theater mit einschließen, da deren Förderung und Struktur wichtig für ein „flächendeckendes, öffentliches und qualitativ hochwertiges Theaterangebot“ sei.
Das überarbeitete Konzept solle mehrere zentrale Aspekte bündeln und einen klaren Gesamtüberblick über die Gesellschafter- und Finanzierungsstruktur sowie die kulturpolitischen Zielsetzungen schaffen. Laut der Oppositionsfraktion müsse ein weiterer Fokus auf der Sicherstellung der Planungssicherheit und der Weiterentwicklung eines flächendeckenden kulturellen Angebots im gesamten Land liegen. Darüber hinaus sollten zukünftige Unterstützungsmaßnahmen des Landes konkret definiert werden. Ergänzend wäre die Entwicklung von Szenarien zur Kostenreduzierung und möglichen Neustrukturierung von Angeboten einschließlich der Analyse ihrer Auswirkungen auf Personalstruktur und Angebotsvielfalt notwendig. Zudem müssten Strategien zur Steigerung der Eigenwirtschaftsquote des Landestheaters berücksichtigt werden.
Theater spielt eine wichtige gesellschaftliche Rolle
Zur Erklärung heißt es vom SSW, die Arbeit der öffentlichen Theater spiele eine wichtige gesellschaftliche Rolle und sei gleichzeitig ein wichtiger Faktor für das kulturelle Leben im Land. Öffentliche Theater erfüllten eine zentrale Bildungs- und Gesellschaftsfunktion, indem sie neben Aufführungen auch Räume für kulturelle Veranstaltungen und gesellschaftliche Diskurse bieten. Als mittelständische Betriebe seien sie zudem wichtige Arbeitgeber für Künstlerinnen und Künstler sowie für Fachkräfte in Handwerk, Technik und weiteren Berufsfeldern. Die Finanzierung liege derzeit überwiegend bei den Kommunen, es bestehe aber ein erhöhter Unterstützungsbedarf durch das Land.