Die Landesregierung soll die bereitgestellten Mittel zur Unterstützung der Fallenjagd künftig im Bereich Forstwirtschaft und Jagd bündeln, fordert ein Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und Grünen. Zusammen mit der Jägerschaft könnten passende Maßnahmen für die Regulierung jagdbarer invasiver Arten wie Marderhund, Waschbär und Nutria entwickelt werden.
Die Antragsteller argumentieren, dass die Stabilität von Deichen und die Sicherheit der Küsten- und Hochwasserschutzanlagen durch die Ausbreitung der invasiven Arten gefährdet seien. Die Reduzierung der Bestände würde einen wichtigen Beitrag zum Bevölkerungs- und Küstenschutz leisten.
Schäden an Teichen und Gefahr für Vieh
Seit 2016 gelten Nutrias in der Europäischen Union als invasive, gebietsfremde Art. Laut NABU sind die sich schnell vermehrenden Tiere inzwischen in allen Bundesländern verbreitet. Nutrias werden gejagt, weil sie Uferböschungen und Deiche untergraben und damit Hochwasser-Risiken erhöhen. Durch das Abfressen der Uferpflanzen zerstören sie Lebensräume seltener Arten und verhindern die Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen. Landwirte kritisieren die derzeitige Situation, da Kühe in von Nutrias gegrabene Löcher einbrechen können. Auch in Städten verursachen sie Schäden an Parks, Friedhöfen, Regenrückhaltebecken und Uferanlagen.