
Betonte die Gefahr der invasiven Arten für den Schutz der Deiche und das Ökosystem: Der CDU-Abgeordnete Manfred Uekermann.
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CDU und Grüne stellen Fördermittel in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung, um die Fallenjagd künftig zentral im Bereich Forstwirtschaft und Jagd bündeln. Ziel ist es, invasive Arten wie Nutria, Waschbär und Marderhund stärker zu regulieren. Die Regierungsfraktionen sehen darin einen wichtigen Beitrag zum Küsten- und Hochwasserschutz, da die Tiere Deiche und Schutzanlagen beschädigen können. Gemeinsam mit der Jägerschaft sollen dafür wirksame Maßnahmen entwickelt werden, um Schäden an Natur- und Landwirtschaftsflächen zu begrenzen.
Der CDU-Abgeordnete Manfred Uekermann betonte die Gefahr der invasiven Arten für den Schutz der Deiche und das Ökosystem. Nutrias grüben weit verzweigte Bausysteme in Ufer und Böschungen, diese würden dann instabil. Die Gefahr durch diese Hohlräume sei von außen nicht zu erkennen, so Uekermann. „Wir brauchen kein punktuelles Reagieren, sondern ein dauerhaftes Management dieser Arten.“
Landesmittel sinnvoll einsetzen

Silke Backsen (Grüne) erklärte, dass sich die Nutria-Population zwischen 2015 und 2022 verdoppelt habe.
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Silke Backsen (Grüne) erklärte, dass sich die Nutria-Population in Deutschland trotz eines suboptimalen Klimas zwischen 2015 und 2022 verdoppelt habe. Um eine tatsächliche Reduktion der Bestände zu erreichen, solle unter Federführung der obersten Jagdbehörde und gemeinsam mit den relevanten Akteuren an Lösungen gearbeitet werden, um die Landesmittel sinnvoll einzusetzen.

Sandra Redmann (SPD) forderte ein „ abgestimmtes Management zwischen Küstenschutz, Naturschutz, Wissenschaft, Wasserwirtschaft und Jägerschaft“.
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Die SPD-Abgeordnete Sandra Redmann kritisierte den Antrag, da wissenschaftliche Grundlagen fehlten. Man brauche „mehr als jagdpolitische Symbolpolitik“, um diese Fragen ernsthaft zu lösen, sagte Redmann. Sie forderte ein „abgestimmtes Management zwischen Küstenschutz, Naturschutz, Wissenschaft, Wasserwirtschaft und Jägerschaft“.
Nicht jede Maßnahme sinnvoll

Anne Riecke (FDP): „Wir brauchen einen Ansatz, der wirksam, verhältnismäßig und praxisnah ist.“
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Anne Riecke (FDP) sagte, dass der Antrag der Koalition richtige Ansätze beinhalte, etwa den Schutz der Deiche, aber nicht jede Maßnahme sei automatisch sinnvoll. Riecke forderte: „Wir brauchen einen Ansatz, der wirksam, verhältnismäßig und praxisnah ist.“ Hier seien drei Punkte wichtig: Prävention, klare Prioritäten, welche Arten die meisten Schäden anrichteten, und eine Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren.

Dr. Michael Schunck (SSW): „Ein einzelner Marderhund kann in einer Nacht eine ganze Brutkolonie vernichten.“
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Dr. Michael Schunck (SSW) forderte eine spezifische Strategie für den Insel- und Halligenschutz. Besonders der Marderhund sei dort eine Bedrohung für die heimische Vogelwelt. „Ein einzelner Marderhund kann in einer Nacht eine ganze Brutkolonie vernichten.“ erklärte Schunck. Als Lösung schlug er eine Bejagung nach dem skandinavischen Vorbild vor, das auf moderne Methoden, wie den Einsatz von Wärmebildkameradrohnen, setze.
Geld Grundlage zur Eindämmung

Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU): Invasive Arten „greifen in ökologische Strukturen ein und verursachen Schäden in Natur und Landschaft, die wir nicht ignorieren können“.
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Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU) hob hervor, dass auch landwirtschaftliche Flächen von der Untergrabung durch Nutrias betroffen seien. Sie warnte: Invasive Arten „greifen in ökologische Strukturen ein und verursachen Schäden in Natur und Landschaft, die wir nicht ignorieren können“. Die Bereitstellung der 50.000 Euro werde eine Grundlage schaffen, um örtliche Projekte zur Eindämmung von Nutrias, Marderhunden und Waschbären zu starten.