SPD und SSW fordern weitere Corona-Hilfen für Sportvereine. Insbesondere größere Breitensportvereine mit mehreren tausend Mitgliedern seien von der Pandemie betroffen. Dort gebe es oft eine „etwas weniger ausgeprägte soziale Bindungskraft“ – und deswegen sinkende Mitgliederzahlen. Deswegen müsse die Landesregierung eingreifen.
Hintergrund: Zahlreiche Vereine im Lande haben ihre Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren gesteigert, weil sie neben traditionellen Sportarten wie Fußball oder Handball auch Kurse in Yoga, Jazztanz oder Rückengymnastik anbieten. Viele der Neu-Mitglieder springen nun aber Medienberichten zufolge wieder ab, weil die Kurse wegen Corona ausfallen. Die Rede ist von einem Einbruch um bis zu 15 Prozent. Die Groß-Vereine würden „oft eher als Dienstleister gesehen“, so SPD und SSW in ihrem Antrag.
Land stellt 2,5 Millionen Euro bereit
Um gegenzusteuern, schlagen die beiden Oppositionsparteien eine Einmalzahlung vor, basierend auf dem Mitgliederbestand zum 1. Januar 2020. Die Vereine sollen 15 Euro pro Mitglied erhalten. Eine derartige Zahlung konnten die Vereine bereits im Frühjahr 2020 beantragen.
Unterdessen hat die Landesregierung Mitte Dezember 2,5 Millionen Euro für diesen Zweck bereitgestellt. Vereine, Verbände und Sportschulen können bis zum 26. Februar Hilfsgelder beim Innenministerium beantragen. Sie müssen nachweisen, dass sie aufgrund von Corona in eine finanzielle Schieflage geraten sind. Die Anträge werden laut Ministerium erst nach dem 26. Februar bearbeitet.
(Stand: 25. Januar 2021)
Vorherige Debatten zum Thema:
Oktober 2020
September 2020