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25. Februar 2026 – Gedenkveranstaltung

4. Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine

Mit einer Gedenkveranstaltung und Gästen erinnert der Landtag an den vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine. Landtagsvizepräsidentin Eka von Kalben betont die Verantwortung Europas, die Ukraine weiterhin entschlossen zu unterstützen.

In einer Video-Grußbotschaft berichtet Oleksandr Prokudin, Gouverneur der Oblast Cherson, zur Lage in Schleswig-Holsteins ukrainischer Partnerregion.

Landtagsvizepräsidentin Eka von Kalben würdigte in ihrer Ansprache den Mut und die Standhaftigkeit der Ukrainerinnen und Ukrainer.
Foto: Thomas Eisenkrätzer

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Diplomatie, Kommunen, Bundeswehr, Kirchen, Verbänden sowie der ukrainischen Gemeinschaft in Schleswig-Holstein kamen heute (25. Februar) im Landeshaus zusammen, um der Opfer des Krieges zu gedenken und ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekräftigen. Landtagsvizepräsidentin Eka von Kalben würdigte in ihrer Ansprache den Mut und die Standhaftigkeit der Ukrainerinnen und Ukrainer und betonte die Verantwortung Europas, die Ukraine weiterhin entschlossen zu unterstützen. „Gestern jährte sich der russische Überfall auf die Ukraine zum vierten Mal. Vier Jahre Tod und Elend, seit vier Jahren sterben Soldatinnen und Soldaten ebenso wie Zivilistinnen und Zivilisten – auch Kinder. Die Ukraine kämpft auch für uns gegen die russische Aggression, denn dieser Angriff richtet sich gegen unsere gemeinsamen Werte von Demokratie, Selbstbestimmung und Freiheit. Nicht zu vergessen und fest an ihrer Seite zu stehen – das sind wir den Menschen in der Ukraine schuldig“, sagte von Kalben.

Von Kalben verwies zudem auf die enge Partnerschaft Schleswig-Holsteins mit der ukrainischen Oblast Cherson. Diese Solidarpartnerschaft werde von der Landesregierung und dem Landtag gemeinsam mit Leben gefüllt und sei Ausdruck gelebter europäischer Verantwortung. Gerade in Zeiten veränderter geopolitischer Rahmenbedingungen komme Europa eine besondere Aufgabe zu, die Ukraine weiterhin politisch, humanitär und gemeinsam mit internationalen Partnern umfassend zu unterstützen.

Generalkonsulin dankt der Landesregierung

 

Die Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg, Dr. Iryna Tybinka, dankte dem Schleswig-Holsteinischen Landtag und der Landesregierung für die langjährige Unterstützung und die Solidarität.
Foto: Thomas Eisenkrätzer

Die Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg, Dr. Iryna Tybinka, dankte dem Schleswig-Holsteinischen Landtag und der Landesregierung für die langjährige Unterstützung und die Solidarität. „Seit vier Jahren stellt sich die Ukraine der russischen Aggression – und Schleswig-Holstein steht fest an unserer Seite. Sie haben Ihre Solidarität nicht nur in Worten, sondern in Taten bewiesen und damit den Menschen in meiner Heimat Hoffnung und Kraft gegeben. Dieser Krieg betrifft uns alle, denn es geht um die Verteidigung unseres gemeinsamen europäischen Zuhauses, unserer Werte und unserer Freiheit. Frieden wird es nicht durch Beschwichtigung geben, sondern nur, wenn Russland gezwungen wird, diesen Krieg zu beenden – unser gemeinsames Ziel muss der Sieg über dieses Unrecht sein. In tiefer Dankbarkeit für Ihre Partnerschaft und Freundschaft sage ich: Nur in Einheit, mit Entschlossenheit und Mut, können wir unser Europa schützen und eine gerechte Zukunft sichern“, sagte Tybinka.

Die ukrainische Schriftstellerin Tanja Maljartschuk unterstrich in ihrer Rede die gemeinsamen Werte der Staaten Europas, die es zu verteidigen gelte. „Ich habe mich lange gescheut, ‚wir‘ zu sagen – als Schriftstellerin stehe ich lieber am Rand und misstraue großen Worten. Doch seit dem russischen Angriff weiß ich: Es gibt ein ‚Wir‘, das ich ohne Zögern ausspreche – wir Europäer“, sagte Maljartschuk. Die Ukraine verteidige nicht nur ihr Territorium, sie verteidige die Werte von Freiheit, Würde und Rechtsstaatlichkeit, die Europa ausmachten. „Wer heute in Kiew, Charkiw oder an der Front standhält, verteidigt damit auch das europäische Versprechen. Der Widerstand der Ukrainerinnen und Ukrainer ist kein Randphänomen Europas, sondern seine radikalste und wahrhaftigste Manifestation. Ich hoffe auf den Tag, an dem Europa in der Ukraine nicht mehr den Außenposten sieht, sondern sich selbst erkennt“, unterstrich die Autorin.

Für den musikalischer Rahmen der Veranstaltung sorgten Lidiia Basova (Gesang), Peter Geilich (Klavier; Kapellmeister am Schleswig-Holsteinischen Landestheater und Sinfonieorchester), Igor Martynenko (Klavier), Daniil Popov (Klarinette), Holger Schreiber (Vibraphon) und der Kinderchor des Vereins „Mrija Flensburg“ unter der Leitung von Olha Malinko.

Die ukrainische Schriftstellerin Tanja Maljartschuk unterstrich in ihrer Rede die gemeinsamen Werte der Staaten Europas, die es zu verteidigen gelte.
Foto: Thomas Eisenkrätzer