
Landtagspräsidentin Kristina Herbst hat die Arbeitssitzungen der Ostseeparlamentarier am Montag eröffnet.
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Foto: Landtag, Sönke Ehlers
Vom 30. August bis zum 1. September 2026 findet in Lübeck die 35. Abschlusskonferenz der Ostseeparlamentarierkonferenz (BSPC) statt. Der Schleswig-Holsteinische Landtag richtet das Jahrestreffen unter der Präsidentschaft von Landtagspräsidentin Kristina Herbst aus. Es ist das erste Mal seit 1998, dass Schleswig-Holstein Gastgeber der BSPC ist. Das diesjährige Motto lautet: „Youth. Set. Sail. For a Thriving Baltic Sea Region.“ Begleitet wird die Konferenz vom Baltic Sea Parliamentary Youth Forum (BSPYF).
Eröffnet wurde die Konferenz am Sonnabend, 30. August, durch BSPC-Präsidentin Kristina Herbst. Zum Abschluss am Dienstag soll eine Resolution verabschiedet und die Präsidentschaft an Island übergeben werden.
Ein Schwerpunkt: Jugend auf Augenhöhe
Ein Schwerpunkt des Jahrestreffens ist die Beteiligung junger Menschen. Bereits bei der jüngsten Sitzung des Ständigen Ausschusses der BSPC im Mai in Neustadt in Holstein haben junge Delegierte aus der Ostseeregion konkrete Empfehlungen erarbeitet. Diese fließen direkt in den Resolutionsentwurf ein.
Das Baltic Sea Parliamentary Youth Forum startete bereits am Freitag – die jungen Menschen haben ihre Empfehlungen in die weitere Arbeit an der Resolution eingebracht. „Wir gestalten diese Konferenz nicht ohne die Jugend – und ich meine das ernst: auf Augenhöhe. Die jungen Menschen haben konkrete Punkte für die Resolution in Lübeck vorbereitet. Wir arbeiten daran, konkret“, sagte BSPC-Präsidentin Kristina Herbst im Vorfeld.
Die Teilnehmden der BSPC Youth tauschten sich bereits am Sonnabend in Arbeitsgruppen aus.
Foto: Landtag, Sönke Ehlers
Neuerung: Der BSPC Sports Award
Eine weitere Besonderheit: Der Schleswig-Holsteinische Landtag hatte erstmals den „BSPC Sports Award“ ausgeschrieben, Landtagspräsidentin Kristina Herbst hatte ihn anlässlich des schleswig-holsteinischen Vorsitzes der internationalen Konferenz initiiert. Die neue Auszeichnung wurde nun bereits bei insgesamt acht Sportwettbewerben im Land vergeben und würdigt jeweils die herausragendste Einzel- oder Mannschaftsleistung zusätzlich zum eigentlichen Turniersieg. Teilnahmeberechtigt waren Sportlerinnen und Sportler aus Mitgliedstaaten der BSPC.
Die Auszeichnung solle sportliche Exzellenz sichtbar machen und die Vorbildfunktion von Athletinnen und Athleten gegenüber Gesellschaft und Politik betonen, erklärte Herbst. Es gehe bei dem Preis darum, den Austausch innerhalb der Ostsee-Region nachhaltig zu fördern und demokratische Werte wie Respekt, Fair Play und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Die Landtagspräsidentin betonte: „Sport besitzt die Kraft, Grenzen zu überwinden und Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenzubringen.“
Die Preisträgerinnen und Preisträger sind zum Galaabend der BSPC am Montag eingeladen.
Auch im Mittelpunkt: Sicherheit und Resilienz der Ostseeregion
Neben den Perspektiven junger Menschen stehen die aktuellen Herausforderungen für die Ostseeregion im Mittelpunkt. Dazu gehören die Widerstandsfähigkeit der Demokratien gegenüber Cyber- und Informationsbedrohungen sowie die Sicherheit des Ostseeraums.
Zum Hintergrund: Der Ständige Ausschuss der BSPC hatte sich bereits am 18. Mai in Neustadt in Holstein mit feindlichen Drohneneinflügen im Ostseeraum befasst. In einer Erklärung verurteilte der Ausschuss die Vorfälle und betonte seine Solidarität mit Finnland, den baltischen Staaten und Polen. Auch die Unterstützung der Ukraine ist Teil der parlamentarischen Zusammenarbeit. Mit der Kieler Erklärung „Nothing About Ukraine Without Ukraine“ hatte die BSPC bereits Position bezogen.
Die Ostseeparlamentarierkonferenz
Die 1991 gegründete Ostseeparlamentarierkonferenz (BSPC) ist ein Zusammenschluss von nationalen und regionalen Parlamenten sowie Organisationen aus dem Ostseeraum. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, eine gemeinsame Identität in der Region durch eine engere Zusammenarbeit zu fördern und gemeinsame politische Herausforderungen zu adressieren. Die Mitgliedstaaten sind neben Deutschland unter anderem Dänemark, Island, Norwegen, Schweden, Finnland, Polen sowie die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.
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