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23. Oktober 2026 – Leseprobe

Druckfrisch: Dritter Band der Förde-Detektive erhältlich

Das Warten hat ein Ende: Der dritte Band der Förde-Detektive ist gedruckt und kann nun ausgegeben werden. Es sind bereits zahlreiche Vorbestellungen eingegangen.

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Neu erschienen: der dritte Band der Förde-Detektive „Spökenkram – Geisterjagd auf Amrum“.
© Foto: Kinka Tadsen

Im Juni wurde der neue Fall der drei Freunde Emma, Paul und Nitro vorgestelllt und konnte seitdem über die Website des Landtages vorbestellt werden. Nun die gute Nachricht: Die Bücher sind gedruckt und können ausgegeben werden.
 
Zur Geschichte: Der dritte Fall „Spökenkram – Geisterjagd auf Amrum“ führt die drei Freunde auf die Nordseeinsel. Dort erzählt eine alte Frau von einer unheimlichen Gestalt in friesischer Tracht, die nachts aus dem Wald kommt, durch den Garten läuft – und spurlos verschwindet. Ein Fall für die Förde-Detektive: Zusammen mit dem Sheriff und dem Landtagsabgeordneten Amir ermitteln sie zwischen Dünen, Watt und reetgedeckten Dächern. Aber je tiefer sie graben, desto rätselhafter wird der Fall. Spukt auf Amrum wirklich ein Wiedergänger? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?
 
Für alle, die nun neugierig geworden sind, gibt es hier vorab außerdem eine Leseprobe:

„Eersgebrek!“ „Puupaanj!“„Eersgesicht!“„Skeetaangel!“„Eershool!“ „Skitjding!“„Skitjhünj!“„Skitjhup!“„Strontlaap!“

 

Paul verstand kein Wort von dem, was sich Leevke Ino Eggen und Grietje Frerichs an den Kopf warfen. Klar war nur, dass es nicht sehr freundlich war. Die beiden alten Frauen schrien sich auf Friesisch an. Auch der Regenschauer, der über sie hinwegzog, konnte die hitzige Stimmung nicht abkühlen. Sie standen vor Leevkes Haus zwischen den Holzfiguren. Die Wiese unter ihren Füßen wurde weich und weicher, Paul, Nitro und Emma wurden immer nasser. Aber die beiden alten Damen schien das nicht zu kümmern. Das Geschrei lockte ein paar Touristen an, die das zunächst für ein friesisches Theater hielten, aber bald verstanden, dass die Frauen es ernst meinten. Matthias kam aus dem Museum und versuchte, den Streit zu schlichten. Schließlich drehte er sich mit rotem Kopf zu Paul um und rief ihm etwas zu. Paul verstand kein Wort. Matthias starrte ihn an. Dann schlug er sich vor die Stirn. „Sorry, Paul. Deutsch, klar, habe ich vergessen. Holt die Polizei. Also den Andi Hansen. Der soll hier für Ruhe sorgen.“Paul, Emma und Nitro rannten los. Auf halbem Weg zur Polizeiwache kam ihnen der Sheriff entgegen, begleitet von einer freundlichen blonden Frau. „Wo brennt’s denn?“, fragte er. „Bei den Holzfiguren.“ Paul keuchte. „Wenn du nicht zufällig Friesisch kannst, kannst du nicht helfen. Aber wir haben den Fall gelöst.“

 

Der Polizist Andi Hansen brachte tatsächlich sofort Ruhe in die Streiterei. Er hörte sich geduldig an, was Grietje Leevke vorwarf. Und er hörte sich an, was Leevke zu ihrer Verteidigung zu sagen hatte. Und als die beiden alten Frauen wieder anfingen, sich auf Friesisch anzukeifen, ging er dazwischen und sagte: „Fürs Protokoll geht das nur auf Deutsch.“Ob das so stimmte, wusste Paul nicht. Aber ihm war es recht. Denn so konnten die Förde-Detektive wenigstens verstehen, worum es ging. „So“, sagte Andi Hansen schließlich ganz ruhig. „Und jetzt nehmen wir das entweder alles in einem Protokoll auf. Oder ihr vergesst den ganzen Streit endlich.“Die beiden Frauen sahen ihn an. „Protokoll natürlich“, rief Grietje. „Ich will, dass sie aufhört oder verschwindet. Verhafte sie! Verbann sie von der Insel. Ist mir ganz egal, aber sie soll mich endlich in Ruhe …“Andi Hansen schüttelte den Kopf. „Gut, wie ihr wollt. Können wir uns bei dir reinsetzen, Leevke?“„Paul, Emma und Nitro müssen mit“, sagte Grietje. „Ach ja?“, fragte Leevke. „Und wozu? Musst du mal wieder ein paar Schüler quälen? Ich will weder Grietje noch diese Rotzlöffel bei mir im Haus haben.“Aber Grietje bestand darauf. „Sie haben die Beweise.“Jetzt lachte Leevke schallend. „Beweise, dass ich letzte Nacht um Mitternacht bei dir im Garten herumgespukt habe? Na, da bin ich sehr gespannt. Aber nicht in meinem Haus.“„Geht es vielleicht in deiner Werkstatt?“, schlug Andi Hansen vor und fügte etwas leiser hinzu: „Denk an die Feriengäste. Bei Matthias wohnt gerade diese Architektin, die will ein Haus auf der Insel kaufen. Was macht das für einen Eindruck, wenn wir Leute auf offener Straße verhören?“„Wenn es denn sein muss“, knurrte Leevke. „Aber ich will diese Beweise sehen.“„Habt ihr sie dabei?“, fragte Andi Hansen die Förde-Detektive. Nitro schüttelte den Kopf. „Der Computer mit den Beweisfotos steht bei Frau Frerichs. Ich hol ihn schnell.“„Und der Panzerketten-Beweis ist auf dem Friedhof“, sagte Paul. „Den kann ich nicht holen, aber Sie können ihn sich ansehen. Es ist der Grabstein der Familie Eggen. Darauf ist die Panzerkette zu sehen.“Leevke spitzte die Ohren. „Die Panzerkette meiner Familie? Um die geht es?“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust und lächelte überlegen. Paul nickte. Das überhebliche Grinsen, da war er sich sicher, das würde Leevke schon noch vergehen. „Die Kette hat Sie verraten. Sie haben vermutlich gedacht, dass wir den Unterschied nicht bemerken würden. Aber wir achten eben auf die Details“, sagte er. Leevke riss theatralisch die Augen auf. „Ach, das ist natürlich ein Detail, das mich verraten hat. Wie kann ich mich da nur rausreden? Die Kette meiner Vorfahren …“Andi Hansen legte den Kopf schief und trat einen Schritt auf Leevke zu. „Also gibst du alles zu?“Die alte, kleine Frau lachte wieder. „Zugeben? Was denn? Dass ich eine Panzerkette habe? Klar, die habe ich! Aber ich habe sie seit Jahren nicht mehr getragen. Die liegt in der Küche in der Schatulle, in der sie immer lag. Und da bleibt sie auch.“ Der Polizist sah Leevke an. „Also wenn wir die Kette sowieso vergleichen müssen, weil sie auf einem Beweisfoto ist, dann hol sie eben, Leevke! Dann können wir das überprüfen.“Leevke schüttelte den Kopf. „Ich fass es nicht.“ Aber dann lächelte sie wieder. „Na gut, aber nur weil es gar nicht sein kann, und der kleine Klugscheißer soll sich dann bei mir entschuldigen, wenn es nicht meine Panzerkette ist, die er gesehen hat.“ „Welcher …“, begann Andi Hansen. Leevke zeigte auf den kleinen Klugscheißer, den sie meinte. Ihr Finger zeigte genau auf Paul.Paul stand stocksteif da. Was hieß da Klugscheißer? Nur weil er sich jedes Detail merken konnte? „Die ist nur sauer, weil du sie überführt hast“, flüsterte Emma. „Das ist alles kompletter Blödsinn und Kinderkacke.“ Leevke marschierte an Paul und Emma vorbei aus der Werkstatt. Paul hörte, wie sie über den Gartenzaun rief: „Matthias! Ich glaube, ich brauche dich gleich mal für eine kleine Aussage.“ Dann kicherte die alte Frau wieder. Paul wurde unsicher. Irgendein Ass schien sie noch im Ärmel zu haben, um sich aus der Sache herauszureden.

 

Nitro war schneller als Leevke. Er klappte den Computer auf. Er schaltete ihn ein. Er suchte das Bild von der Nachtsichtkamera. Er zeigte den Polizisten den ganzen Ordner mit den Aufnahmen. Doch dann wurde Nitro hektisch. Er klickte vor und zurück. „Das gibt’s nicht!“ Nitro wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Die Bilder! Wo sind die Bilder?“Die vier Bilder, auf denen die Gestalt zu sehen war, waren verschwunden. Auch in den gelöschten Dateien fand Nitro sie nicht. „Also, was ist?“, fragte Andi Hansen etwas ungeduldig. „Die Kette“, hörten sie da Leevke sagen, die gerade wieder die Werkstatt betrat. Sie sah blass aus und starrte den Polizisten an. „Meine Panzerkette. Die ist weg. Andi, du musst sie finden! Schau dir das an.“ Leevke hatte eine Geldkassette in der Hand. Das Schloss war aufgebrochen. Die Kassette war leer. Von der Panzerkette war nichts zu sehen. Andi Hansen schüttelte den Kopf. „Dreht ihr jetzt alle durch? Grietje hat jemanden im Garten gesehen, aber von dem gibt es keine Bilder mehr, weil sie sich in Luft aufgelöst haben. Und deine Panzerkette ist auch verschwunden? Jetzt mal abgesehen davon, dass wir es hier mit einem Diebstahl zu tun haben. Was ist sonst noch passiert?“Leevke murmelte: „Nicht viel. Grietje gehört ins Heim. Aber das ist ja nichts Neues. Ach, und übrigens: Ich war gestern Abend bis um halb eins bei Matthias und habe mit ihm, seiner Frau und deren Schwester Doppelkopf gespielt.“Paul stand für einen Augenblick der Mund offen. Dann schluckte er. „Das heißt, Sie haben ein Alibi? Warum sagen Sie das nicht gleich?“

… und weiter geht’s im Buch! Das Abenteuer gibt es exklusiv und kostenlos beim Landtag: https://www.landtag.ltsh.de/foerdedetektive/index.html

 

Einzelpersonen erhalten bis zu zwei Exemplare, an Schulen werden auch Klassensätze abgegeben. Wichtig: Der Versand erfolgt ausschließlich an Adressen in Schleswig-Holstein.

Buchautor Christian Tielmann bei einer Signierstunde anlässlich einer Buchvorstellung auf der Insel Amrum diesen Sommer.
Foto: Kinka Tadsen