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Wolfgang Baasch: Auch in Schleswig-Holstein neue Wege beschreiten
Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorstand Verantwortlich: Sven-Hauke Kaerkes•Landeshaus•Postfach 7121•24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1309 • Fax: 0431/988-1308• E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd-schleswig-holstein.de Kiel, 02.12.99, Nr.: 477/99Wolfgang Baasch:Auch in Schleswig-Holstein neue Wege beschreitenDer Arbeitskreis für Sozialpolitik der SPD-Landtagsfraktion hat sich auf einer mehrtägi- gen Reise nach Kopenhagen über die Strukturen dänischer Sozialpolitik und örtlicher Sozialeinrichtungen informiert. Auf dem Besuchsprogramm des Arbeitskreises standen neben Gesprächen mit Sozialpolitikern Besuche in sozialen Projekten.„Das ehrenamtliche Engagement der Menschen und die Initiative der Beschäftigten in den Projekten haben uns wirklich begeistert“, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Wolfgang Baasch. „Die Projekte werden getragen von viel Optimismus und einem posi- tiven Menschenbild; für Benachteiligte werden immer wieder neue Wege zur Hilfe und Selbsthilfe gesucht.“Die fünf Schleswig-Holsteinischen Abgeordneten Wolfgang Baasch, Jürgen Hinz, Birgit Küstner, Roswitha Müllerwiebus und Frauke Walhorn besuchten unter anderem ein Modellprojekt für Drogenkranke, das Unterstützung beim Ausstieg aus der Drogensze- ne anbietet. Dabei wird auf einen integrierten Ansatz Wert gelegt: Die suchtkranken Menschen werden vom ersten Tag an in das Projekt und in die Arbeitswelt eingeglie- dert und erfahren so von Anfang an Perspektiven, die ihnen den Ausstieg erleichtern. Auf medikamentöse Behandlung wird vollständig verzichtet. „Die ausstiegswilligen Menschen erfahren vom ersten Ausstiegsgedanken über die Therapie, ihre gesell- schaftliche Wiedereingliederung bis hin zur Nachsorge, dass sie eine echte Chance haben, wieder in die Gesellschaft einzusteigen. Für uns ist dieses integrierte Modell ei- ne echte Alternative, über die wir auch in Schleswig-Holstein nachdenken sollten.“Sehr beeindruckt zeigten sich die Schleswig-Holsteinischen Abgeordneten auch von einer Stadtteilinitiative, die ein großes Projekt zur gegenseitigen Hilfe und Unterstüt- zung betreibt. Das Stadtteilzentrum Nabo-Østerbro bietet verschiedenen Initiativen des 2Stadtteils Raum und Organisationshilfe. Das Zentrum verfügt über Räumlichkeiten, in denen Frühstück und Mittagessen kostengünstig angeboten wird und die darüber hin- aus für Veranstaltungen und Aktivitäten zur Verfügung stehen. Neben zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen werden mehrere Menschen auf Honorar- basis beschäftigt. Das eigentliche Rückrat der Initiative bildet jedoch die ehrenamtliche Arbeit. „Hier funktioniert die Vernetzung von ehrenamtlicher und hauptamtlicher Arbeit wirklich“, sagte Wolfgang Baasch. „Jede Gruppe, jede Initiative, jede Einzelperson kann sich am Projekt beteiligen. Die 80 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter or- ganisieren eine Vielzahl von Aktivitäten, von den Ersatz-Großeltern über Schularbei- tenhilfe, Sport, Kino für ältere Menschen, Arbeitslosenprojekte bis hin zu gemeinsamen Reisen. Initialzündung ist die Anschubfinanzierung durch das Sozialministerium, an- schließend übernimmt die Kommune. Solche Projekte passen auch gut nach Schles- wig-Holstein.“Abgerundet wurde der Besuch durch Gespräche mit dem Kopenhagener Oberbürger- meister Jens Kramer Mikkelsen und dem Vorsitzenden im Sozialausschuss des däni- schen Folketing, Ole Løvig Simonsen, bei denen sich die Abgeordneten über die politi- schen Voraussetzungen für soziale Arbeit in Dänemark informierten und sich über die unterschiedlichen sozialen Systeme austauschten. „Wir haben von unserem Besuch viele Anregungen für die Weiterentwicklung unserer sozialpolitischen Vorstellungen mitgenommen, die unsere Arbeit in Schleswig-Holstein sehr bereichern werden. Nun gilt es zu überprüfen, wie die wirklich guten und konstruktiven dänischen Ansätze bei uns umgesetzt und in unsere soziale Landschaft integriert werden können“, sagte Baasch abschließend. (SIB)