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16.12.99 , 10:48 Uhr
SSW

Umweltakademie leistet gute Arbeit

PRESSEINFORMATION Kiel, d. 16.12.1999 Es gilt das gesprochene Wort
TOP 23 Akademie für Natur und Umwelt (Drs. 14/2586)
Anke Spoorendonk:
Die Akademie für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein hat die gesetzliche
Aufgabe; zum Wohle der Allgemeinheit solche Formen der Wissensvermittlung, der
Bewusstseinsentwicklung sowie Handlungsperspektiven, die zum Schutz, Erhalt und zur
ökologischen Gestaltung von Natur und Umwelt beitragen, zu fördern – dies ist im §50a des
Landesnaturschutzgesetzes geregelt. Das ist uns allen bekannt.


Wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass die Umweltakademie in ihrem Haus
gute Arbeit im Bereich Umweltbildung und Beratung leistet. Es finden jährlich über 100
Fachtagungen - hauptsächlich zu umweltpolitischen Themen – statt. Diese Fachtagungen
beschränken sich jedoch nicht nur auf den Umwelt- oder Naturschutz, sondern werden auch
mit Bereichen wie z.B. Wirtschaft, Kultur oder Politik gekoppelt. Man kann also sagen, dass
sie ihren rechtlichen Auftrag erfüllt. 2

Für viele kommunale Entscheidungsträger, die ihre Arbeit im Kreis oder in der Gemeinde
auf ehrenamtlicher Basis leisten und die verständlicherweise durch den Dschungel von
Gesetzen oder Verordnungen nicht mehr durchsteigen können, sind die Angebote der
Umweltakademie sehr hilfreich geworden. Vor diesem Hintergrund ist es heute wichtig zu
sagen, dass wir eine unabhängige Institution haben, die durch ihre qualifizierten
Dienstleistungen unterstützend und aufklärend arbeitet.
Die Unterstützung der Kreise und Kommunen ist mittlerweile zu einer wichtigen
Einrichtung der Akademie geworden. Die Beratung vor Ort, speziell im Bereich der Agenda
21, wurde von vielen Kommunen positiv angenommen. Wir sind uns im Klaren darüber,
dass die Umsetzung der Agenda 21 auf kommunaler Ebene weiter voranschreiten muss,
damit wir den Vertrag von Rio de Janeiro in Schleswig-Holstein mit Leben füllen.
Aber auch hinsichtlich der Struktur- und Entwicklungsanalysen stand und steht die
Umweltakademie den Kommunen beratend beiseite. Wir haben in der Novembersitzung
festgestellt, dass sich die LSE wirtschaftlich positiv auf die Entwicklung des ländlichen
Raumes auswirken. Daher ist es mir wichtig, dass die Akademie weiterhin Denkanstösse für
die Umsetzung von Projekten im Rahmen der LSE leisten kann.
Wenn nun von Seiten der CDU Fraktion – in ihrem Kürzungsrausch – angedacht wird, die
Umweltakademie auf den Prüfstand zu stellen, weil die Akademie ihrer Ansicht nach
ineffizient sei, dann muss ich den Kollegen der CDU die Frage stellen; wie sie es sich
vorstellen, dass die Beratung und fachliche Unterstützung weiterhin für die Kommunen und
deren regionale Entscheidungsträger weiterhin gewährleistet werden soll.
Es ist doch eine Milchmädchenrechnung liebe Kolleginnen und Kollegen, wenn Sie sich auf
der einen Seite sagen, dass die Entwicklung des ländlichen Raumes vorangebracht werden 3

soll, auf der anderen Seite wollen Sie jedoch bei einer hierfür fördersamen Institution
sparen.

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