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16.12.99 , 13:15 Uhr
SSW

Schäden schnellst möglichst beheben.

PRESSEINFORMATION Kiel, d. 16.12.1999 Es gilt das gesprochene Wort
Dringlichkeitsantrag: Orkan "Anatol" (Drs. 14/2609)
Anke Spoorendonk:

Wie wir alle wissen, wurde Schleswig-Holstein in den Tagen 3. bis 4. Dezember von dem
Orkantief „Anatol“ heimgesucht. Herbst- und Winterstürme sind für Schleswig-Holstein
nichts Ungewöhnliches. Doch hier hatten wir es mit einem Orkan von besonderer Stärke zu
tun - nebenbei bemerkt spricht man in Dänemark vom stärksten Orkan des Jahrhunderts -.
Auch wenn nicht alle Teile Schleswig-Holsteins die ganze Wucht des Orkans zu spüren
bekamen, so war es besonders die Westküste, die unter dem Orkan und der damit
einhergehenden Sturmflut gelitten haben.
Großen Bereichen der nordfriesischen Inseln wurde hart zugesetzt. Aus Pressemitteilungen
war zu entnehmen, dass vom Ministerium für ländliche Räume die Schäden an den Küsten
in Höhe von 20 bis 25 Millionen Mark eingeschätzt wurden. Insbesondere die Insel Sylt
wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. So ist z.B. in Wenningstedt der Vordünenbereich
stark beschädigt und der Sand zwischen Kliffende und der sogenannten Uwe-Düne ist auf
mehrere hundert Meter nahezu weg, so dass die Wellen jetzt ungehindert an das Kliff
heranrollen können, was jetzt schon erhebliche Küstenabbrüche nach sich gezogen hat. Wir 2

wissen, dass der Küstenschutz in Schleswig-Holstein einen hohen Standard erreicht hat.
Dieser Orkan hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig die jährlichen Investitionen in die
Küstenschutzmaßnahmen für die Sicherheit der Bevölkerung an den Küsten und auf den
Inseln sind.
Auch in den Wäldern hat der Orkan verheerende Schäden in Höhe von mehreren Millionen
Mark hinterlassen. Hier hat besonders der nördliche Landesteil die Ausmaße des Orkans zu
spüren bekommen. Die Verluste der Waldflächen sind aus ökologischer Sicht folgenschwer,
es sind große Anteile an Totholz entstanden, die in den nächsten Jahren große
Borkenkäferpopulationen mit sich ziehen können. Aber auch auf die Forstwirtschaft werden
harte Zeiten zukommen. Berücksichtigt man die enormen Waldschäden, die der Orkan in
Dänemark verursacht hat, wird es in nächster Zeit zu einem Überangebot von Holz kommen
- was sich negativ auf die Holzpreise auswirken wird.
Es ist wichtig, die Schäden zu erfassen und Initiativen zu starten, um diese Schäden
schnellst möglich zu beheben. Ersten Schätzungen nach zu urteilen, hat der Orkan in
Schleswig-Holstein Schäden von bis zu 100 Millionen Mark verursacht. Deshalb hat der
SSW die Initiative zu diesem Berichtsantrag ergriffen. Wir wollten wissen, wie die etwaigen
zusätzlichen Kosten für den Küstenschutz für das Jahr 2000 erbracht werden sollen.
Der SSW begrüßt, dass sich die zuständigen Ministerien unmittelbar nach dem Orkan über
die Schäden an den Küsten und Wäldern vor Ort informiert hat. Es ist wichtig, dass die
Menschen an der Westküste nach Naturgewalten dieser Art Signale von der
Landesregierung erhalten. Hierfür möchte ich mich nochmals bedanken.

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