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Rede des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Thorsten Geißler anlässlich des 60. Geburtstages des Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Martin Kayenburg am 18. Januar 2000
LANDTAGSFRAKTION S C H L ES WI G - H O LS T EI N Pressesprecher Bernd Sanders Landeshaus 24100 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 Internet: http://www.landsh.de/cdu-fraktion/ e-mail:fraktion@cdu.landsh.dePRESSEMITTEILUNG Rede des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Thorsten Geißler anlässlich des 60. Geburtstages des Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Martin Kayenburg am 18. Januar 2000Sehr herzlich darf ich Sie zu dem Empfang der CDU-Landtagsfraktion anlässlich des 60. Geburtstages unseres Fraktionsvorsitzenden Martin Kayenburg begrüßen.Ich darf Ihnen zugleich mitteilen, dass Frau Ministerpräsidentin Simonis im Anschluss an die Kabinettssitzung an unserem Empfang teilnehmen wird.Ich bedaure, Ihnen mitteilen zu müssen, dass unser Spitzenkandidat bei der Landtagswahl am 27. Februar, Volker Rühe, an der Teilnahme an diesem Empfang leider nicht teilnehmen kann, da er an einer kurzfristig einberufenen Sitzung des Bundesvorstandes unserer Partei teilnehmen muss. Der Generalsekretär unserer Landespartei, Herr Dr. Johann Wadephul, hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die von Herrn Rühe vorgesehene Laudatio auf Herrn Kayenburg im Anschluss an meine Begrüßung vorzutragen.Lieber Herr Kayenburg, wenn es nach Ihnen gegangen wäre, dann würde Ihr heutiger 60er Geburtstag nicht besonders gefeiert, dann wäre zu diesem Empfang nicht eingeladen worden, denn Sie stehen selbst ungern im Mittelpunkt solcher Veranstaltungen. Obwohl wir Ihnen als Fraktion fast jeden Wunsch erfüllen, mussten wir uns über diese Bitte hinwegsetzen, denn der heutige Tag bietet uns, den Mitgliedern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der CDU-Landtagsfraktion willkommene Gelegenheit, Ihnen persönlich sehr herzlich für die gleichermaßen engagierte wie erfolgreiche Arbeit zu danken, die Sie für unsere Fraktion, für die Politik insgesamt leisten.In diesen Dank möchte ich ausdrücklich auch Sie, sehr verehrte Frau Kayenburg, einbeziehen. Wir wissen, dass Sie Ihren Mann oft entbehren müssen, weil Fraktion und Partei an Abenden - auch an Wochenenden - ihren Tribut fordern. Erlauben Sie mir daher, dass ich Ihnen als kleine, wenn auch nur symbolische Wiedergutmachung im Namen der Fraktion einen Blumenstrauß überreiche. Wir würdigen heute eine Politikerpersönlichkeit, deren Lebenslauf in vielerlei Hinsicht atypisch ist. Zur Politik stießen Sie, lieber Herr Kayenburg, erst, nachdem Sie zuvor viele Jahre zunächst als Assistent an der Universität Münster, dann als Mitarbeiter in der Geschäftsführung beim Arbeitsgeberverband für Zement und Baustoffe, später als Personalleiter der Alsen-Breitenburg Zement- und Kalkwerke gearbeitet hatten. Das erste politische Mandat übernahmen Sie im Jahre 1990, als Sie in den Kreistag des Kreises Steinburg gewählt wurden. Kurz darauf wurden Sie Kreisrat.Unserer Landtagsfraktion gehören Sie seit 1992 an. Schnell wurden Sie in verantwortliche Positionen berufen, prägten die Arbeit der Fraktion über mehrere Jahre mit als deren wirtschaftspolitischer Sprecher und Leiter des entsprechenden Fraktionsarbeitskreises. Im Frühjahr 1997 wählten wir Sie zu unserem Vorsitzenden. Dieser damals für Sie neuen Aufgabe haben Sie sich von Anfang an mit Tatkraft, Elan und Ideenreichtum gestellt; haben darauf hingewirkt, dass die Fraktion in allen Feldern der Landespolitik Initiativen entwickelt und Profil geschärft hat, haben den menschlichen Zusammenhang gefördert. Dafür, lieber Herr Kayenburg, gebührt Ihnen heute weit mehr als der an solchen Tagen übliche Dank.Sie bilden im übrigen eine der seltenen Ausnahmen von der Regel, nach der selbst in führenden Positionen der Wirtschaft äußerst erfolgreiche Persönlichkeiten auf dem glatten politischen Parkett - milde formuliert - häufig nicht unerhebliche Schwierigkeiten haben.Dabei ist Ihr Erfolg ohne Zweifel auch auf die Effizienz zurückzuführen, mit der Sie Ihre Arbeit organisieren. Diese Fähigkeit hat es Ihnen ermöglicht, Ihre berufliche Tätigkeit auch nach Übernahme des Fraktionsvorsitzes fortzusetzen.Die Zusammenarbeit mit Ihnen wird von Fraktionsmitgliedern wie auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleichermaßen menschlich und in der Sache als angenehm empfunden. Und Sie genießen auch den Respekt des politischen Gegners. In Parlamentsdebatten geht es für Sie nicht um Effekthascherei, sondern um den Streit um die besseren Argumente. In Debatten und Diskussionen im Landtag, in der Fraktion oder auch im kleinen Kreis gehen Sie wohl vorbereitet. Ihren Standpunkt vertreten Sie stets mit Nachdruck. Vielleicht hängt das ein klein wenig damit zusammen, dass Sie, obwohl in Schleswig-Holstein längst verwurzelt, von Geburt her Westfale sind; und denen sagt man bekanntlich weder Harmoniesucht noch übertriebene Kompromissverliebtheit nach. Dennoch verstehen Sie es, zuzuhören, sind für Gegenargumente offen, respektieren begründeten Widerspruch, wissen, dass man wahre Loyalität oft dadurch erzeugt, dass man zumindest Gelegenheit gegeben hat, die abweichende Meinung vorzutragen und zu begründen. Und Sie sind auch bereit - und dafür gibt es Beispiele - Ihren Standpunkt zu verändern, sich überzeugen zu lassen, nachdem Sie, wenn auch nicht übereilt, nach Abwägung aller Argumente dazu Veranlassung sehen. Es ist auch dieses von Ihnen geförderte Klima der offenen Diskussion in der Fraktion, das den Zusammenhalt auch dann gewährleistet, wenn die Standpunkte ganz unterschiedlich sind. Dazu trägt gewiss auch Ihre Fähigkeit bei, auch nach kontroverser Diskussion Menschen und ihre Ansichten wieder zusammenzuführen; und Sie glätten dann erfolgreich die Wogen, auch wenn Sie selbst in der Diskussion zuvor kräftig Öl ins Feuer gegossen haben. Darum, lieber Herr Kayenburg, freuen wir uns auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit mit Ihnen. Ihr gereifter Sachverstand, längst nicht mehr nur in Ihrer ursprünglichen Domäne der Wirtschaftspolitik wird auch weiterhin geschätzt und benötigt. Sie werden weiterhin mit gewährleisten, dass auch in unserer Partei liberales Gedankengut angemessen zum Tragen kommt. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch Ihre Bereitschaft, Hilfesuchenden zur Seite zu stehen, eine Haltung, die gewiss auch in Ihrer christlichen Grundüberzeugung wurzelt.Lieber Herr Kayenburg, mit 60 Jahren verfügt man nicht nur über ein breites Erfahrungswissen, sondern auch über ein gerüttelt Maß an Unabhängigkeit. Das sind beste Voraussetzungen, um sich der Verantwortung und auch neuen Herausforderungen weiter zu stellen.Dafür wünschen wir Ihnen Erfolg • immer das Quäntchen Glück, dessen auch der Tüchtige bedarf, • und den Segen Gottes, ohne den nichts gelingt!