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Angelika Birk: Schule und Jugendhilfe - Sie bewegen sich doch!
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene.ltsh.de Nr. 110.00 / 24.05.2000Schule und Jugendhilfe - sie bewegen sich doch !Anlässlich der gestern stattgefundenen Fachveranstaltung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Thema „Schule und Jugendhilfe - neue Wege in der Kooperation“ sagt die bildungspolitische Sprecherin, Angelika Birk:Wir brauchen eine Institutionalisierung der Kooperation zwischen Schule und Jugend- hilfe. Es kann nicht sein, dass eine erfolgreiche Zusammenarbeit nur dann zustande kommt, wenn sich besonders engagierte LehrerInnen und SozialpädagogInnen dafür einsetzen. Dies war eine der Hauptaussagen der Fachveranstaltung.In Schleswig-Holstein gibt es inzwischen nicht nur die Vision einer Kooperation von Schule und Jugendhilfe, sondern auch eine Vielzahl positiver Erfahrungen in über 40 konkreten Projekten. Ihre Arbeit beweist, dass die geforderte Kooperation im Interesse der Kinder und Jugendlichen funktionieren kann. Eltern, Kinder, Jugendliche, LehrerIn- nen und SozialpädagogInnen haben begonnen, die ursprünglich getrennten Systeme aufeinander zu zubewegen.Von der „Betreuten Grundschule“ über gemeinsame Kurs- und AG-Angebote bis zur Öffnung der Schule als Jugendclub auch am Abend gibt es die verschiedensten Ansät- ze. Die konkrete Umsetzung und Praxis vor Ort muss aber differenziert betrachtet wer- den. Was fehlt, so waren sich alle Teilnehmer einig, sind verbindliche Regelungen für die Kooperation, sowie die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen. Dazu gehören unter anderem die Veränderung von Schulraumplanung, die Harmonisie- rung von Lehrer- und sozialpädagogischer Aus- und Weiterbildung, ein verbesserter In- formationsfluss und eine frühestmögliche Einbeziehung aller Akteure in Planungs- und Handlungsprozesse.Gefordert ist jetzt die Landes - und Kommunalpolitik, um Strategien und Handlungskon- zepte für die Umsetzung der geforderten Institutionalisierung zu entwickeln. Dies ver- langt eine neues Denken, dass die Auflösung der Zuständigkeitsgrenzen zwischen Schule und Jugendhilfe zu Gunsten eines ganzheitlichen Verständnisses von Kindern- und Jugendlichen in ihrem Lebensraum ermöglicht. Im Koalitionsvertrag haben wir hier- für erste Grundsteine gelegt. Die Umsetzung werden wir mit allem Nachdruck voran treiben. Als Startschuss können wir uns einen landesweiten Aktionstag vorstellen, der auf Kreisebene die Akteure beider Systeme miteinander in Austausch und Kooperation bringt. ***