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Christel Happach-Kasan: Ahnungslose GRÜNE
F.D.P. L a n d t a g s f r a k t i o n Schleswig-Holstein 1 Christian Albrecht Pressesprecher V.i.S.d.P. F.D.P. Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag Landeshaus, 24171 Kiel Nr. 87/2000 Postfach 7121 Telefon: 0431/9881488 Kiel, Freitag, 26. Mai 2000 Telefax: 0431/9881497 E-Mail: fraktion@fdp-sh.de Internet: http://www.fdp-sh.de Gen- und BiotechnologieChristel Happach-Kasan: Ahnungslose GRÜNE„Die grünen Leitlinien zur Gentechnik sind von Unkenntnis geprägt, missachten bestehende gesetzliche Regelungen und widersprechen dem Handeln der rot-grünen Bundesregierung. Und die übrigen Vorschläge sind nicht finanzierbar“ sagte heute die stellvertretende Presseinformation Fraktionsvorsitzende der F.D.P., Dr. Christel Happach-Kasan, nach einer Pressekonferenz der GRÜNEN. „Ihr Bemühen ist darauf ausgerichtet, den Eindruck zu erwecken, dass ihre fundamentalistische Totalablehnung der Gentechnik einen rationalen Hintergrund habe. Das ist nicht der Fall.Eine Technikfolgenabschätzung macht nur Sinn, wenn deren Ergebnisse auch akzeptiert werden. Die bestehenden Technikfolgenabschätzungen zur grünen Gentechnik, die zu dem Ergebnis kommen, dass diese Technologie verantwortbar ist, werden von den Grünen nicht zur Kenntnis genommen. Daher ist die grüne Forderung nach Technikfolgen- abschätzung erkennbar nur ein Verschieben von Entscheidungen, eine Gabe für das eigene Klientel.Gentechnik ist sehr viel mehr als die Herstellung transgener Organismen. Die Genomanalyse, die Verwendung gentechnischer Verfahren in der herkömmlichen Züchtung, ist längst Standard. Mit ihrer Absicht, nur gentechnikfreie Biotechnologie mit öffentlichen Mitteln fördern zu wollen, hinken die schleswig-holsteinischen Grünen der Forschungspolitik der eigenen Bundesregierung hinterher. Diese hat längst beschlossen, das von der alten Bundesregierung aufgelegte nationale Forschungsprojekt „Genomanalyse im biologischen System Pflanze“ (GABI), fortzuführen. Das Projekt hat das Ziel, die Genome landwirtschaftlich wichtiger Nutz- pflanzen wie Gerste, Zuckerrübe, Kartoffel und Raps zu untersuchen. Diese Grundlagenforschung hilft unseren mittelständischen Pflanzen- zuchtunternehmen, sich weiterhin auf dem Markt zu behaupten.Die Forderung nach einer Landesaufsichtsbehörde zur Gentechnik ist unsinnig und nicht bezahlbar. Das Land hat keine eigenen Entscheidungskompetenzen und im übrigen ist eine Behörde nicht geeignet, ethische Fragen zu klären, wie die Grünen dies fordern. Behörden setzen Beschlüsse um. Die Behandlung ethischer Fragen ist dagegen Aufgabe gesellschaftlicher Gruppen wie auch Parteien.“