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Rainder Steenblock zur Saatgutverunreinigung: Diskussion um Grenzwerte verfehlt!
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Sperrfrist: Redebeginn Landeshaus Es gilt das gesprochene Wort! Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Zu TOP 17, Saatgutverunreinigung, erklärt Telefax: 0431/988-1501 Rainder Steenblock, agrarpolitischer Sprecher Mobil: 0172/541 83 53 der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene.ltsh.de Nr. 119.00 / 07.06.2000Diskussion um Grenzwerte verfehlt!Die Debatte um die Verunreinigung von Saatgut mit gentechnisch manipuliertem Raps geht derzeit in eine Richtung, die problematisch ist. Gefordert werden nämlich Grenz- werten, d.h. dass Saatgut einen geringen gentechnisch veränderten Anteil enthalten darf, und damit dann als unbedenklich eingestuft wird.Diese Diskussion ist aber verfehlt: Auch ein Anteil von nur 0,03 Prozent gentechnisch verändertem Saatgut bedeutet doch auf die gesamte Menge von ausgesätem Raps hochgerechnet, dass daraus hunderttausend Pflanzen entstehen können, die das ver- änderte genetische Potenzial unkontrolliert weiter verbreiten.Wir fordern deshalb, dass das Saatgut vollständig frei von gentechnischer Verunreini- gung sein muss - zum Schutz der VerbraucherInnen und auch der Landwirte, die kein gentechnisch verändertes Saatgut anbauen wollen.Kürzlich war zu erfahren, dass die Firma Monsanto - die weltweit größte Herstellerin von gentechnisch verändertem Saatgut - seit Dezember in ihrer Kantine in der Londoner Zentrale nur noch gentechnisch freies Essen anbietet. Dies sollte den unkritischen VertreterInnen der Gentechnik zu denken geben! ***