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Jost de Jager: Praktische Problemlösungen statt wohlklingender Worte, Frau Erdsiek-Rave!
LANDTAGSFRAKTION S C H L ES WI G - H O LS T EI N Pressesprecher Bernd Sanders Landeshaus 24100 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 Internet: http://www.landsh.de/cdu-fraktion/ e-mail:fraktion@cdu.landsh.dePRESSEMITTEILUNG Nr. 191/00 vom 16. Juni 2000Jost de Jager: Praktische Problemlösungen statt wohlklingender Worte, Frau Erdsiek-Rave!Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Jost de Jager, hat Bildungsministerin Erdsiek-Rave aufgefordert, das Abitur nach 12 Jahren flächendeckend für alle zum Schuljahr 2001/2002 einzuführen. „Die Zeit für einen Modellversuch, wie Frau Erdsiek-Rave ihn heute vorgestellt hat, ist längst vorbei.“ Es sei bekannt und erwiesen, dass die Schulzeitverkürzung umsetzbar sei. Gefordert sei deshalb eine politische Entscheidung. „Letztendlich wird mit einem Modellversuch der Landesregierung die Schulzeitverkürzung nicht eingeführt, sondern auf die lange Bank geschoben. Während andere Länder die Schulzeit schon lange verkürzt haben, macht die Landesregierung die Modellversuche von gestern.“Insgesamt gelte für die Pressekonferenz: Statt wohlklingender Worte seien jetzt praktische Problemlösungen gefordert. Zu den wirklich drängenden Problemen der Schule und Hochschule nach 12 Jahren SPD-Bildungspolitik schweige sich Frau Erdsiek-Rave allerdings wie gewohnt aus. So fehle jeglicher Hinweis auf die Situation der beruflichen Schulen, auf die nach wie vor schlechte Unterrichtsversorgung oder die Nachwuchsprobleme in einigen Lehramtsstudiengängen auch durch die unattraktiven Einstellungsbedingungen in Schleswig- Holstein. Ebenso spräche es Bände über die Auswirkungen sozialdemokratischer Bildungspolitik, wenn immer weniger Lehrkräfte bereit seien, sich als Schulleiter zu bewerben.Gleiches gelte für die Hochschulpolitik. Die Ankündigung, den Landeshochschulplan von 1991 erst zur Mitte der Legislaturperiode nach mehr als zehn Jahren endlich fortzuschreiben, helfe den Hochschulen in ihrer dramatischen Finanznot jetzt keinen Schritt weiter. Wichtiger wäre es gewesen, Frau Erdsiek-Rave hätte den Hochschulen im Lande frühzeitig Entwicklungsperspektiven aufgezeigt.