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22.06.00 , 12:30 Uhr
B 90/Grüne

Eckpunkte zur Entscheidung über den Multimedia-Campus

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Durchwahl: 0431/988-1503 Karl-Martin Hentschel Zentrale: 0431/988-1500 (Fraktionsvorsitzender) und Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Angelika Birk Internet: www.gruene.ltsh.de (Bildungspolitische Sprecherin): Nr. 136.00 / 22.06.2000

Eckpunkte zur Entscheidung über den Multimedia-Campus
Beschluss der Fraktion vom 20.06.2000:


1. Drei-Säulen-Modell für die Multimedia-Ausbildung

Die Ausbildung im Multimedia-Campus soll die AbsolventInnen in erster Linie zur Kon- zeption, technischen Entwicklung und Implementierung von neuen Multimedia- Produkten befähigen. Die Schwerpunkte der Ausbildung müssen daher gleichwertig, d.h. ohne frühzeitige Spezialisierung, auf
• Informationstechnik • Mediengestaltung (Befähigung zur kreativen Gestaltung unter Einbeziehung von Kunst, Film, Literatur usw.) und der • Medienwirtschaft (erfolgreiche Implementierung und Vermarktung der Produkte, Be- triebswirtschaft der Netze)
liegen. Die Ausbildung muss zugleich so angelegt werden, dass sie auch zur Selbstän- digkeit befähigt und ermutigt und in unterschiedlichen Betriebsgrößen und -strukturen einsetzbar ist.
Angesichts der erheblichen gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen der Multimedia- Technologien müssen auch Aspekte der Technikfolgenabschätzung und der Reflexion ethischer Fragen Bestandteile der Ausbildung auf dem Multimedia-Campus sein; sie muss in allen Bereichen die Interessen von Frauen berücksichtigen und spezielle Ange- bote für Frauen enthalten. Dazu gehört auch die angemessene Beteiligung von Frauen an Forschung und Lehre.
2. Praxisbezug und offener Zugang

„Wir wollen einen Multimedia-Campus, der neben einem Aufbaustudiengang Ausbil- dungsmodule umfasst, der Existenzgründerinnen und -gründer beim Markteinstieg un- terstützt und der einen Technologiepark enthält“ (Koalitionsvertrag zwischen SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein für die 15. Wahlperiode des Schles- wig-Holsteinischen Landtages). Das Aufbaustudium muss auch berufsbegleitend und ohne Hochschulabschluss als Zugangsvoraussetzung absolviert werden können.
Zweiter Schwerpunkt der Arbeit des Multimedia-Campus soll die berufliche Weiterbil- dung sein, in der BerufspraktikerInnen anwendungsorientierte Kompetenzen erwerben, die sie unter Nutzung der Einrichtungen des Campus und der beteiligten Unternehmen zur Entwicklung innovativer Produkte und zur Existenzgründung befähigen und ermuti- gen.
Die berufliche Weiterbildung soll auch als ein Bindeglied zu den im Technologiepark an- zusiedelnden Unternehmen dienen und dazu beitragen, dass der Campus sich nicht nur an bestehenden Märkten orientiert, sondern selbst Märkte schafft. Ziel ist die Schaffung eines „hot spot“ für innovative Medienarbeit, der junge Medienprofis an den Standort binden kann.


3. Maximale Effekte im Land sichern

Wenn der Multimedia-Campus nachhaltige spin-off-Effekte im Land haben soll, muss darauf geachtet werden, dass seine „Produkte“ - also seine AbsolventInnen als auch seine wissenschaftlichen Ergebnisse und Ideen - in Schleswig-Holstein eingesetzt wer- den können. Dies erfordert eine enge Kooperation mit dem gesamten Spektrum der an- sässigen Medienwirtschaft. Es sollte daher der Standort gewählt werden, für den die meisten Entwicklungspotentiale für kommerzielle Anwender gesehen werden.
Der Multimedia-Campus bietet zugleich die Chance für einen nachhaltigen Innovations- schub bei den vorgelagerten Ausbildungsstrukturen im Land. Es sollte daher der Stand- ort gewählt werden, an dem die besten Potenziale für die Entwicklung der Hochschulen und die internationale Hochschulkooperation erwartet werden. Die vorhandenen Stu- diengänge sollen mit einem modularen Aufbau der Multimedia-Ausbildung sinnvoll ver- schränkt werden. ***

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