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06.07.00 , 14:01 Uhr
B 90/Grüne

Karl-Martin Hentschel: Brückenbauer blasen Trübsal an der Öresund-Brücke

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Zu der schwachen Nutzung der neuen Öresund-Brücke durch PKW und LKW erklärt der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Karl-Martin Hentschel:
Die ersten Ergebnisse der Verkehrsentwicklung auf der festen Querung sind ernüch- ternd. Gerade mal ein Drittel der erwarteten PKW und LKW nutzt tatsächlich die Tunnel- und Brückenkombination und die preisgünstigere Fährverbindung verliert nur 10 Prozent des Aufkommens. Das ist eine wichtige Lehre für uns auch in Hinblick auf die umstritte- ne Fehmarnbeltquerung. Es kommt eben nicht auf möglichst viel Euphorie an, sondern auf harte wirtschaftliche Fakten. Im Gegensatz zum Fehmarnbelt befinden sich beider- seits des Öresunds tatsächlich dichtbesiedelte Gebiete mit hoher wirtschaftlicher Ver- flechtung und trotzdem hat die Querung erhebliche Probleme, für die im Endeffekt die Staatshaushalte gerade stehen müssen.
Gemäß dem Koalitionsvertrag bestehen wir auf der privaten Finanzierung einer mögli- chen festen Querung und dem optimierten Fährschiffkonzept als wirtschaftliche Ver- gleichsbasis.
Es ist ja nicht nur die Prognose zum Öresund, die extrem daneben liegt, sondern auch die Prognosen über die Zahl der Expo-Besucher in Hannover zeigen sich als deutlich überhöht. Nur durch diese unrealistischen Ansätze bei den Besucherzahlen konnte die Expo die notwendigen öffentlichen Gelder an sich ziehen. Wer bleibt am Schluss der Dumme? Die ganz normalen SteuerzahlerInnen, die dann mit dem tiefsten Bedauern der Macher zur Kasse gebeten werden.
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