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Rede von landtagspräsident Arens anl. der Eröffnung der 14. Kulturtage am 1. September in Brunsbüttel
D E R L A N D T A G SCHLESWIG HOLSTEIN M I T T E I L U N G E N104/2000 Kiel, 01.09.2000Arens: Kultur schafft Heimat und Identifikation In seiner Rede anlässlich der 14. Schleswig-Holsteinischen Kulturtage am 1. September 2000 im Elbeforum, Brunsbüttel, erklärte Landtagspräsident Heinz-Werner ArensKiel (SHL) - Ich freue mich zu den 14. Schleswig-Holsteinischen Kulturtagen in Dithmar- schen eingeladen zu sein und habe auch die Schirmherrschaft für die Kulturtage gerne an- genommen.Mit Ihnen freue ich mich selbstverständlich insbesondere auf das Eröffnungskonzert des Johannes-Brahms-Orchesters. Da sie - so muss ich unterstellen - dem Orchester lieber lauschen werden, als meinen Worten, werde ich mich entsprechend kurz fassen. Unter der Überschrift „Bauern und Bürger“ verbirgt sich gerade aus Dithmarscher Sicht ein Großteil der kulturellen Entwicklung der letzten Jahrhunderte. Dieser Entwicklung auch im Motto Tribut zu zollen, halte ich für eine schöne Geste an die Kultur der Vergangenheit und der Gegenwart Dithmarschens.Ich freue mich auch besonders darüber, dass es gelungen ist, die Schleswig-Holsteinischen Kulturtage im Milleniumsjahr nach Dithmarschen zu holen und damit eine Verbindung zur Initiative „Dithmarschen 2000 - Einfach anders“ ermöglicht wurde. Die Kulturtage beweisen in ihrer Vielfältigkeit: Dithmarschen hat in seiner kulturellen Vergangenheit nicht nur den „Heider Marktfrieden“ und in der Gegenwart die „Kohltage“ zu bieten. Ich denke, der Abriss des kulturellen Lebens, den die Schleswig-Holsteinischen Kulturtage mit ihren mannigfaltigen Aufführungen und Ausstellungen bieten, zeichnen ein gutes Bild des Selbstverständnisses Dithmarschens: Weltoffen und vielfältig, stolz und bodenständig!Herausgegeben von der Pressestelle des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel, Postfach 71 21, 24171 Kiel, Tel. (0431) 988- Durchwahl App. -1163, -1121, -1120, -1117, -1116, Fax (0431) 988-1119 V.i.S.d.P. Dr. Joachim Köhler, Internet: http://www.sh-landtag.de - E-Mail: Joachim.Koehler@ltsh.landsh.de -2-Wenn Kultur die Seele eines Volkes widerspiegelt, wie ein kluger Geist gesagt haben soll, dann können die Dithmarscherinnen und Dithmarscher auch zu Recht stolz auf ihre Region sein. Ich halte die Kulturtage aber auch vor einem anderen Hintergrund für wichtig.Mit dem Zusammenwachsen Europas, welches sich in einigen Bereichen als zäh, in ande- ren, wie zum Beispiel der Erweiterung, als sehr dynamisch herausstellt, gewinnt die Ausei- nandersetzung mit der eigenen Kultur in meinen Augen immer größere Bedeutung. Europa lässt viele die Frage stellen: Was bringt die EU meiner Region und mir? Nützt es mir? Oder sorgt die ständige Erweiterung Europas und der notwendigerweise damit einhergehende Interessenausgleich zwischen den Völkern gar für regionalen Identitätsverlust?In der Tat besteht die Schwierigkeit, dass Europa in den Augen vieler nur ein großes Gebil- de ist, in denen sie sich nicht wiederfinden. Dies hat zur Folge, dass die Identifikation mit der eigenen Region umso wichtiger wird. Denn während Europa für viele nicht greifbar ist, ist es die „Heimat“ schon. Kultur dient in diesem Zusammenhang nicht nur der Darstellung nach außen, Kultur vermag auch Heimat und Identifikation zu schaffen. Ich bin zuversichtlich, dass die Kulturtage nicht nur Dithmarschen nach außen gut repräsen- tieren werden. Die Menschen, die sich im Rahmen der Kulturtage engagieren und beteili- gen, identifizieren sich auch mit den Inhalten.Genug der Vorrede um Kultur. Ich danke den vielen fleißigen Händen und Sponsoren, die zum Gelingen der14. Schleswig-Holsteinischen Kulturtage in Dithmarschen ihren Beitrag geliefert haben beziehungsweise liefern werden.Uns allen wünsche ich bei der nun folgenden Eröffnung durch das Johannes-Brahms- Orchester einen kulturellen Hochgenuss und viel Spaß.