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Ekkehard Klug: Schwerpunkte stimmen nicht
F.D.P. L a n d t a g s f r a k t i o n Schleswig-Holstein 1 Christian Albrecht Pressesprecher V.i.S.d.P. F.D.P. Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag Landeshaus, 24171 Kiel Nr. 176/2000 Postfach 7121 Telefon: 0431/9881488 Kiel, Donnerstag, 7. September 2000 Telefax: 0431/9881497 E-Mail: fraktion@fdp-sh.de Internet: http://www.fdp-sh.de Bildungspolitik/Schuljahresbeginn 2000Ekkehard Klug: Schwerpunkte stimmen nicht - Hamburg investiert im Bereich Multimedia 32 Mio. Mark in fünf Jahren -Zur heutigen Pressekonferenz von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave Presseinformation sagte der bildungspolitische Sprecher der F.D.P.-Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug:„Um die Frage, wie es mit der Unterrichtsversorgung bestellt ist, hat sich die Ministerin herumgedrückt. Kein Wort darüber in ihrer Presse- konferenz.Statt dessen die Aussage, dass alles auf einem guten Weg sei. Allein der Einsatz der 200 neuen Lehrerstellen innerhalb der verschiedenen Schularten zeigt schon eine Schieflage. Acht Stellen für Gymnasien sind bei rund 1.800 zusätzlichen Schülern definitiv zu wenig - folglich wird sich die Unterrichtsversorgung in dieser Schulart deutlich verschlechtern. Das Gleiche gilt für die zwölf Stellen im Berufsschulbereich. Eine Stärkung der Haupt- und Sonderschulen ist vernünftig - aber nicht um den Preis der völligen Vernachlässigung anderer Schularten.Und im Multimediabereich, wo Schleswig-Holstein in diesem Jahr nach Aussagen der Ministerin ca. 2 Mio. Mark für die PC-Ausstattung ausgibt, lohnt sich ein Blick über die Landesgrenze. Hamburg erwartet im neuen Schuljahr 163.175 Schülerinnen und Schüler. Das entspricht ziemlich genau der Hälfte der Schülerinnen und Schüler, die im Jahr 2000 an den Schulen Schleswig-Holsteins erwartet werden (320.989).Hamburg wird in den kommenden fünf Jahren 32 Mio. Mark im Bereich Multimedia an den Schulen investieren. Pro Jahr heißt das, dass über sechs Mio. Mark in diesen Bereich fließen. Das Dreifache dessen, was Schleswig-Holstein aufzubringen bereit ist, und das bei der Hälfte der Schülerzahl. Pro Schüler investiert Schleswig-Holstein in die „Qualifizierung für die Wissensgesellschaft“ also nur ein Sechstel der Summe, die Hamburg aufbringt. Es ist daher absehbar, dass die schleswig-holsteinischen Schüler im Vergleich mit ihren Hamburger Altersgenossen für viele moderne Berufe viel schlechtere Startchancen erhalten.“