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Landtagspräsident verabschiedet am 25. Sept. Besatzung der Gorch Fock
D E R L A N D T A G SCHLESWIG HOLSTEIN M I T T E I L U N G E N116/2000 Kiel, 21. September 2000 Es gilt das gesprochene WortLandtagspräsident verabschiedet Besatzung der Gorch FockKiel (SHL) – In seiner Rede zur Verabschiedung der Besatzung der „Gorch Fock“ auf der „Statsraad Lehmkuhl“ am 25. September 2000, um 9:30 Uhr erklärte Landtags- präsident Heinz-Werner Arens unter anderem:Heute ist für Sie alle, aber auch für mich ein ganz besonderer Tag. Sie müssen Abschied nehmen von Ihren Familien, von Freunden und von Freundinnen und dies fällt nicht immer leicht. Aber auch Ihren Paten – den Abgeordneten des Schleswig-Holsteinischen Landta- ges – fällt der Abschied nicht leicht. Wir konnten in diesem Jahr Schiff und Besatzung bei vielen Ereignissen begleiten und haben dabei viele persönliche Kontakte knüpfen können. So ist es keine namenlose Besatzung mehr, die ich heute verabschieden möchte, sondern es sind viele gute Bekannte und Freunde.Die andere Besonderheit des heutigen Abschieds liegt darin, dass erstmals eine deutsche Marinebesatzung nicht auf der „Gorch Fock“, sondern auf einem gecharterten Großsegler auf Auslandsreise geht. Dies ist eine vorübergehende Lösung, bis die „Gorch Fock“ von ihrem Werftaufenthalt zurückkehrt. Sie belegt eindrucksvoll, dass die deutsche Marine auf eine Ausbildung ihres Führungsnachwuchses auf einem Großsegler nicht verzichten will. Das Erlernen der seemännischen Grundfertigkeiten unter dem direkten Einfluss von Wind und Wetter, die persönlichen Anforderungen an jeden Einzelnen, unter schwierigen Rah- menbedingungen im Team zu arbeiten und eine Gemeinschaftsleistung zu erbringen, wer- -2-den auch weiterhin Grundlagen für die seemännische Ausbildung und für die Persönlich- keitsbildung von Führungskräften in der Marine sein. In diesem Sinne ist der heutige Tag auch ein wichtiger Tag für die Kontinuität der Ausbil- dung der deutschen Marine auf Segelschulschiffen.Dass es überhaupt zu dieser wichtigen Ausbildungsreise kommt, ist vielen zu danken. Stellvertretend nenne ich gern Herrn Kapitän Seidl von der „Statsraad Lehmkuhl“, Admiral von Puttkamer von der Marineschule Mürwik und natürlich Kapitän Schamong von der „Gorch Fock“.Dass die bevorstehende Ausbildungsreise auf einem traditionellen ehemaligen deutschen und später norwegischen Schulschiff der Handelsmarine unter der Flagge unseres skandi- navischen Partnerlandes Norwegen durchgeführt werden kann, erhöht die Internationalität und die freundschaftliche Verbundenheit mit anderen seefahrenden Nationen. Ein wichtiger Aspekt in einer Gesellschaft, wo Freundschaft und Völkerverständigung nicht immer selbstverständlich ist.So möchte ich Sie auch für die bevorstehende Reise ermuntern, in den Häfen, die Sie an- laufen werden, die Begegnung mit anderen Menschen zu suchen und aufeinander zuzuge- hen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung und begegnen da- mit eventuellen Vorurteilen, die - wie Sie aus der aktuellen Berichterstattung wissen - zur Zeit unsere Gesellschaft in unerträglicher Weise belasten.Die Zusammensetzung des Lehrgangs aus acht unterschiedlichen Nationalitäten ist ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht auf die Hautfarbe, auf Religion und Abstammung, son- dern auf den Menschen ankommt und dass Intoleranz keinen Platz mehr in unserer Gesell- schaft haben darf.Nach diesen etwas ernsten Worten, möchte ich Ihnen für die bevorstehende Reise viel Glück, Freude und Erfolg sowie eine glückliche Heimkehr wünschen.Auf Wiedersehen und Mast und Schotbruch. Herausgegeben von der Pressestelle des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel, Postf. 71 21, 24171 Kiel, Tel. (0431) 988- Durchwahl App. -1163, -1121, -1120, -1117, -1116, Fax (0431) 988-1119 V.i.S.d.P. Dr. Joachim Köhler, Internet: http://www.sh-landtag.de - E-Mail: Joachim.Koehler@ltsh.landsh.de