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Konrad Nabel: Zukunftszentrum ist ein Projekt im Sinne der Agenda 21
Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 26.09.00, Nr.: 174/2000Konrad Nabel:Zukunftszentrum ist ein Projekt im Sinne der Agenda 21Anlässlich der Eröffnung der ersten Ausbaustufe des Zukunftszentrums Mensch - Na- tur - Technik - Wissenschaft in Nieklitz am 26.09.2000 sagte der stellvertretende Vor- sitzende der Schleswig-Holsteinischen SPD-Landtagsfraktion, Konrad Nabel, in sei- nem Grußwort:„Auch im Namen der SPD-Fraktion des Schleswig-Holsteinischen Landtags möchte ich Ihnen die besten Glückwünsche zur heutigen Eröffnung der ersten Ausbaustufe des Zukunftszentrums Mensch - Natur - Technik - Wissenschaft aussprechen.Mit dem Zukunftszentrum Biologie und Technik als ‚weltweites Projekt vor Ort‘ der EX- PO 2000 sollen die technischen Patente der Natur den Menschen näher gebracht werden, so dass sie besser verstanden und besser genutzt werden können.Der Ansatz des Zukunftszentrums - Natur als Partner des Menschen - verlangt ein neues Verhältnis der Menschen zur Natur, ein neues, geschärftes Verständnis, dass Natur nicht bloß Ressourcen-Lieferant, Abfall-Abnehmer und frei - oft kostenfrei - aus- zunutzende Lebensumgebung ist, sondern mehr leistet, als die meisten Menschen heute wissen.Was Berndt Heydemann in seinem Konzept als “Basis- und Gratisleistungen der Na- tur” bezeichnet und was hier in Nieklitz anschaulich, in nachvollziehbaren Messwerten und in Mark und Pfennig ausgedrückt zu sehen ist, wird viele staunen lassen, andere hoffentlich über die Abhängigkeit dieser Leistungen von der Art und Weise der menschlichen Naturnutzung nachdenken und damit ihre Endlichkeit bei unveränderter Schleswig- Ausbeutung der Natur erkennen lassen. HolsteinHerausgeber: SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorstand Verantwortlich: Manfred Schröder Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-Nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können hier etwas dazulernen und finden ein großes Feld weiterer Forschung und Lehre, nicht nur die Wirtschaft wird hier umfassende Anregungen für neue Produktionsweisen und Produktgestaltung fin- den, auch für die ganz “normalen” Menschen können die Naturprozesse der Produkti- on, des Recyclings und der Anpassung an veränderte Umgebungsbedingungen an- schaulich gemacht werden, so dass dieses Zentrum zugleich Erlebnisraum und For- schungsstätte ist.Dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Bundesstiftung Umwelt und der EXPO- Gesellschaft ist dafür zu danken, dass dieses großartige Projekt verwirklicht werden konnte.Unser aller Dank muss aber in erster Linie an Prof. Dr. Berndt Heydemann gehen, der sich selbst, all seine vorwärts weisenden Ideen und Visionen - und sein ganzes Ver- mögen - in die Verwirklichung dieses Zukunftszentrums eingebracht hat. Viele in Schleswig-Holstein wären froh, wenn dieses Projekt in unserem Land hätte verwirklicht werden können, und wir schauen mit großer Anerkennung, aber auch mit ein bisschen Neid hierher nach Nieklitz.Aber kennzeichnend für dieses Projekt - wie auch für viele frühere Projekte, Program- me und Ideen von Berndt Heydemann - ist die Interdisziplinarität, das Zusammenwir- ken von Ökologie, Technik, Wissenschaft, Ökonomie, Kultur und - nicht zu vergessen - der Ästhetik. Damit sind die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 21 hier vollständig versammelt, und da wäre eine Begrenzung der Wir- kung und Ausstrahlung auf nur eine Region, nur ein Land kontraproduktiv.Nur Kleingeister, Ewig-Gestrige und vielleicht neidische Zeitgenossen können die Notwendigkeit eines länderübergreifenden Ansatzes so eines - dieses - Projektes ver- neinen, das nicht nur für die Bundesrepublik und den Bereich des Ostseeraums von -3-überragender Bedeutung ist, sondern zu Recht als weltweites Projekt der EXPO 2000 anerkannt ist.Wir wünschen Berndt Heydemann und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wei- terhin viel Kraft, aber auch Freude für den weiteren Ausbau des ‚Zukunftszentrums Mensch - Natur - Technik – Wissenschaft‘ und dabei weniger Nackenschläge von Menschen, die noch immer nicht begriffen haben, dass es in vielerlei Hinsicht ‚fünf vor zwölf‘ ist.“ (SIB)