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24.11.00 , 10:20 Uhr
FDP

Ekkehard Klug: Bis heute ist der Multimedia-Campus ein großes waberndes Nichts im landespolitischen Nebel über der Kieler Förde

F.D.P. L a n d t a g s f r a k t i o n Schleswig-Holstein 1 Christian Albrecht Pressesprecher
V.i.S.d.P.


F.D.P. Fraktion im Schleswig- Holsteinischen Landtag Landeshaus, 24171 Kiel Nr. 286/2000 Postfach 7121 Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497 Kiel, den 24. November 2000 E - Mail: fraktion@fdp-sh.de Internet: http://www.fdp-sh.de Bildungspolitik/Hochschule/Multi-Media-Campus
Ekkehard Klug: „Bis heute ist der Multimedia-Campus ein großes waberndes Nichts im landespolitischen Nebel über der Kieler Förde“
- Antwort der Landesregierung auf F.D.P.-Anfrage verdeutlicht



Presseinformation zahlreiche offene Fragen zur Konzeption und Finanzierung des Vorhabens -
„Der geplante ‚Multimedia-Campus Schleswig-Holstein’ verfügt auch ein halbes Jahr, nachdem die Landesregierung für dieses Vorhaben den offiziellen ‚Startschuss’ gegeben hat, weder über fertige Konzepte noch über eine gesicherte Finanzierung. Frühestens in zwei bis drei Jahren wird das von der Landesregierung bereits im Landtagswahlkampf mit großem Brimborium gefeierte ‚Zukunftsprojekt’ reale Gestalt angenommen haben - und auch dies ist nur dann zu erwarten, wenn viele noch offene Fragen jetzt zügig geklärt werden.“
Dieses Fazit zieht der Parlamentarische Geschäftsführer der F.D.P.- Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug, aus der Antwort der Landes- regierung (Drucksache 15/546) auf eine von Klug im Landtag gestellte Anfrage.
Im einzelnen stellte der F.D.P.-Politiker hierzu fest:
„Für den geplanten Aufbaustudiengang ‚Master of Digital Media’ existiert bislang weder eine Konzeption noch der Entwurf für eine Studien- ordnung. Eingangsvoraussetzungen und Finanzierung sind unklar. Ebenso ungewiss sind auch die Umrisse und die Konzeption der beiden wirtschaftlichen Elemente des Multimedia-Campus: des geplanten Gründerzentrums und des ‚Zentrums für angewandte Forschung’. Und ein tragfähiges Finanzierungskonzept für das gesamte Vorhaben muss überhaupt erst noch erstellt werden“.
Klug bewertete diesen Sachstand mit folgenden Worten:
„Bis heute ist der Multimedia-Campus ein großes waberndes Nichts im landespolitischen Nebel über der Kieler Förde.“ Das Projekt existiere bislang nur als Teil der Pressearbeit der Landesregierung. „Die rot-grüne
1 2 Landesregierung handelt wie ein Automobilhersteller, der einen riesigen Presserummel für ein neues Automodell veranstaltet, das erst zwei bis drei Jahre später fertig konstruiert sein wird“, meinte der F.D.P.-Abgeordnete hierzu.
Zugleich hob Klug hervor, die einzigen Beteiligten, die bislang „ihre Hausaufgaben gemacht haben“, seien die Christian-Albrechts-Universität und die Fachhochschule Kiel. Ausgerechnet die Hochschulen, denen die Landesregierung in der Vergangenheit oft mangelnde Innovationsbereitschaft und Schwerfälligkeit vorgeworfen habe, hätten bereits erste substantielle Beiträge zum Projekt „Multimedia-Campus Schleswig-Holstein“ beigesteuert - und das trotz ihrer chronischen Unterfinanzierung seitens der Landesregierung.
So habe die Kieler Universität - wie Klug weiter ausführte - für die bestehenden Studiengänge Betriebswirtschaftslehre und Informatik bereits zum laufenden Wintersemester einen neuen Schwerpunkt ‚E-Business’ bzw. ein neues Nebenfach ‚Medieninformatik’ eingerichtet. Die Fachhochschule Kiel biete zum Wintersemester 2000/2001 erstmalig den neuen grundständigen Studiengang ‚Internet Science and Technology’ an.



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