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24.11.00 , 15:30 Uhr
B 90/Grüne

Rainder Steenblock zum BSE-Verdacht: Endlich konsequenten VerbraucherInnenschutz verwirklichen!

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Endlich einen konsequenten Telefax: Mobil: 0431/988-1501 0172/541 83 53 VerbraucherInnenschutz E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de verwirklichen Nr. 279.00 / 24.11.2000
Zu dem aktuellen Fund eines BSE-Rindes in Schleswig-Holstein erklärt der Sprecher für Agrar- und Verbraucherpolitik der Fraktion, Rainder Steenblock:

Der erste Fund eines deutschen BSE-Rindes war nur eine Frage der Zeit. Ähnlich wie in Frankreich besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass durch die Intensivierung der BSE- Tests weitere infizierte Rinder in Deutschland festgestellt werden. Leider wurden auch in Deutschland in den letzten Jahren einschneidende Maßnahmen zur BSE-Bekämpfung im- mer wieder hinausgezögert. Jetzt muss endlich mit aller Konsequenz der Schutz der Verb- raucherInnen in den Vordergrund gestellt werden. Dazu müssen u.a. folgende Maßnahmen ergriffen werden:

Maximale Sicherheit: BSE-Test bei allen Schlachttieren ohne Altersbegrenzung. Die not- wendigen Kapazitätserweiterungen sind umgehend zu realisieren. Mittlerweile führen BSE- Schnelltests auch im vorklinischen Bereich der BSE-Erkrankung zu positiven Ergebnissen, so dass eine Testung aller Rinder auch eine größere Sicherheit bringt. Die Forschungsan- strengungen sind massiv zu intensivieren, so dass eine noch frühere Erkennung von BSE mit größerer Sicherheit möglich wird und die Infektionspfade des BSE-Erregers endlich ver- lässlich bestimmt werden können. Dringend notwendig ist auch ein Importverbot für Schafe aus Großbritannien, da sich der Verdacht verstärkt, dass Schafe nicht nur mit dem für Menschen unschädlichen Scrapie- erreger infiziert sind, sondern mittlerweile auch mit dem BSE-Erreger.

Maximale Vorsorge: Herausnahme von Tierkadavermehl aus der gesamten Futterkette (auch keine Verfütterung an Fische, Geflügel und Schweine). Eiweißreiches Futter kann auch ohne „Gensoja“ schnell zur Verfügung gestellt werden (z. B. Raps). Für die Tierkada- verbeseitigung können im Rahmen der energetischen Verwertung von Biomasse günstige Möglichkeiten gefunden werden. Immerhin hat diese Biomasse einen ähnlichen Brennwert wie Braunkohle. ***

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