Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

18.01.01 , 12:47 Uhr
B 90/Grüne

Karl-Martin Hentschel zur Entscheidung des Finanzausschusses zu LINUX

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de Eine große Chance wurde vertan! Nr. 009.01 / 17.01.2001
Zur heutigen Entscheidung des Finanzausschusses gegen ein Modellprojekt mit dem Betriebssys- tem LINUX in der Landtagsverwaltung erklärt der Vorsitzende und technologiepolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Karl-Martin Hentschel:
Mit dieser Entscheidung hat der Landtag eine große Chance verpasst. Offene Schnittstellen und of- fene Software sind weltweit im Vormarsch und werden mittlerweile von allen größeren Hard- und Softwareherstellern unterstützt. Selbst die EU hat im letzten Jahr in einer Richtlinie die Einführung von Open-Source-Produkten in der öffentlichen Verwaltung empfohlen.
Ein solches Pilotprojekt wurde nicht nur vom Landesrechnungshof in einer Stellungnahme empfoh- len. Für die Umstellung hätten auch Fördermittel des Bundesinnenministeriums eingeworben wer- den können.
Eine Entscheidung für ein Pilotprojekt im Bereich des Landtages, wie es vom Landesrechnungshof empfohlen wurde, hätte folgende Vorteile gehabt:
!" Image-Gewinn für Schleswig-Holstein – immerhin wurde die bevorstehende Entscheidung in vielen PC-Zeitschriften intensiv diskutiert. !" Know-How-Gewinn für die beteiligten Firmen in Schleswig-Holstein. !" Eine große Chance für die Datenzentrale. Die DZ kann nur über innovative Produkte und Er- fahrungen ihre Marktposition verbessern. !" Wichtige Erfahrungen und Entscheidungshilfen für die Landesregierung. !" Zumindest mittelfristig erhebliche Kosteneinsparungen.
Die Landtagsverwaltung wäre für ein solches Pilotprojekt besonders geeignet, weil sie eine Vielzahl von Schnittstellen bedienen muss, wodurch der Einsatz von herstellerunabhängigen Open-Source- Produkten Vorteile bringt, und weil bereits ein erhebliches Know-How im LINUX-Bereich vorhanden ist.
Ich bedaure, dass diese ängstliche Entscheidung durch die Abgeordneten der anderen Fraktionen so gefallen ist, obwohl ihre Arbeitsplätze in keiner Weise davon betroffen gewesen wären. Eine große Chance wurde vertan.
Ich bin sicher, dass wir die Diskussion in wenigen Jahren erneut führen werden – dann aber nicht als Vorreiter, sondern als Nachzügler.
***

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen