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Bernd Schröder und Gerhard Poppendiecker: Der Schienenverkehr muss weiter attraktiv bleiben
Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 24.01.01, Nr.: 012/2000Bernd Schröder und Gerhard Poppendiecker:Der Schienenverkehr muss weiter attraktiv bleibenZu dem Ergebnis der Verhandlungen von Verkehrsminister Bernd Rohwer mit der Deutschen Bahn AG erklären der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD- Landtagsfraktion, Bernd Schröder, und der bahnpolitische Sprecher, Gerhard Poppen- diecker:„Die Kürzungspläne der Deutschen Bahn bedeuten für Schleswig-Holstein einen Rückzug aus der Fläche. Würde man diese Pläne tatenlos hinnehmen, hieße das für große Teile der Bevölkerung, dass sie vom Schienenverkehr abgekoppelt wären. Das wäre ein Trend, der in völligem Gegensatz zu unserer Forderung steht, das Schienen- angebot und den Service aus- statt abzubauen. Dass die durch Aktivitäten der Landes- regierung in den vergangenen Jahren erreichten Verbesserungen im Schienenverkehr positiv aufgenommen wurden, zeigen die steigenden Fahrgastzahlen.Wirtschaftsminister Bernd Rohwer hat deshalb jetzt im Sinn der Bevölkerung ver- und gehandelt. So ist es ihm gelungen, trotz der Kürzungen der DB das Angebot in etwa auf dem gegenwärtigen Niveau zu halten. In einigen Fällen – z. B. ICE-Verbindungen, zusätzliche Haltepunkte – gibt es sogar Verbesserungen. Allerdings springt hier das Land in die Bresche und finanziert Regionalzüge, wo vorher Fernzüge verkehrten. Deshalb unterstützen wir den Verkehrsminister mit seiner Forderung an die Bundesre- gierung, den Ländern mehr Regionalisierungsmittel zur Verfügung zu stellen, damit sie den Rückzug der Deutschen Bahn AG ausgleichen können und das Angebot in der Fläche nicht verschlechtert wird. Schleswig- HolsteinHerausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-Den Bundesverkehrsminister fordern wir auf, so schnell wie möglich den Bahnbetrieb vom Netzbetrieb zu trennen, damit auch im Fernverkehr Konkurrenten der Deutschen Bahn eine Chance haben.Das Land kann und muss mehr Strecken ausschreiben, um so nicht nur Mittel einzu- sparen, sondern auch andere, leistungsfähige Betreiber zum Zuge kommen zu lassen und das Angebot im Regionalverkehr zu verbessern.Im Sinne einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Verkehrspolitik setzen wir weiter auf die Schiene. Nur durch attraktive Angebote und guten Service können noch mehr Umsteiger gewonnen werden.“ (SIB)