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Ekkehard Klug: "Will die Landesregierung die Sprachheilgrundschul en abschaffen?"
F.D.P. L a n d t a g s f r a k t i o n Schleswig-Holstein 1 Christian Albrecht Pressesprecher V.i.S.d.P. F.D.P. Fraktion im Schleswig- Holsteinischen Landtag Landeshaus, 24171 Kiel Nr. 42/2001 Postfach 7121 Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497 Kiel, Freitag, 9. Februar 2001 E - Mail: fraktion@fdp-sh.de Internet: http://www.fdp-sh.de Bildungspolitik/Erhalt SprachheilgrundschulenEkkehard Klug: „Will die Landesregierung die Sprachheilgrundschulen abschaffen?“Die schleswig-holsteinischen Liberalen fürchten um den Fortbestand und die Funktionsfähigkeit der Sprachheilgrundschulen: Nach Informationen des bildungspolitischen Sprechers der F.D.P.-Fraktion im Schleswig- Presseinformation Holsteinischen Landtag, Dr. Ekkehard Klug, will das Land zumindest im Bereich der Landeshauptstadt Kiel zum neuen Schuljahr - also nach den Sommerferien 2001 - die bislang an den Kieler Sprachheilgrundschulen bestehenden Präventionsklassen abschaffen und alle bislang erteilten Therapiestunden für Kinder mit emotionalen Störungen streichen.„Damit würde man der vor allem auch von der Elternschaft sehr begrüßten erfolgreichen Arbeit der Sprachheilgrundschulen schweren Schaden zufügen“, meinte der F.D.P.-Bildungsexperte.Klug verwies in diesem Zusammenhang auf die bislang an diesen Schulen erreichten hohen Rehabilitationsquoten von über 80 Prozent. Diesen beachtlichen Erfolg könnten die Sprachheilgrundschulen künftig mit Sicherheit nicht mehr gewährleisten, wenn sowohl die zur Prävention dienenden Sprachheil-Vorklassen als auch die Therapiestunden (drei bis vier Wochenstunden pro Klasse) wegfielen.Wörtlich meinte Klug: „Diese pädagogischen Angebote haben sich in der Vergangenheit als ein wirkungsvolles Mittel zur Verhinderung von Sonderschulbedürftigkeit erwiesen. Fällt diese Frühförderung künftig weg, so würde dies die Bildungs- und Lebenschancen von Kindern mit Sprachstörungen und Verhaltensproblemen massiv verschlechtern“.Der F.D.P.-Abgeordnete sieht daher in den Streichungsplänen der Landesregierung einen „üblen Rückschritt in der Bildungspolitik“. „Von dem Versprechen, Kindern mit Behinderungen und Benachteiligungen wirksame pädagogische Hilfen zu geben, blieben dann nur noch Lippenbekenntnisse übrig“, sagte Klug - und forderte die Landesregierung abschließend auf, die Sprachheilgrundschulen in ihrer bisherigen Struktur und Qualität nicht anzutasten.