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20.02.01 , 15:31 Uhr
B 90/Grüne

Karl-Martin Hentschel: Keine Steuermittel für den Einstieg in den Charterflugverkehr

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Keine Steuermittel für Nr. 039.01 / 20.02.2001
den Einstieg in den Charterflugverkehr
Zu den Handlungsempfehlungen der Potenzialanalyse für den Flughafen Kiel-Holtenau erklärt der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Karl-Martin Hentschel:
Die vorgeschlagene Startbahnverlängerung wird zu massiven Konflikten mit den Interes- sen der AnwohnerInnen führen. Ich begrüße deshalb das Angebot des Wirtschaftminis- ters, das Gutachten breit und offen zu diskutieren. Ob jedoch zu einem Konsens in der Bevölkerung der Kieler Region dazu kommt, ist mehr als zweifelhaft.
Die Verlängerung der Landebahn auf 2.700 m für den Einsatz von Düsenjets bedeutet für viele BürgerInnen eine erhebliche Verschlechterung ihres Wohnumfeldes. Vom Lärm- und Kerosin-Teppich sind nicht nur die EinwohnerInnen aus Holtenau und Altenholz be- troffen, sondern auch diejenigen, die in Pries/Friedrichsort, in Suchsdorf, in Elmschenha- gen, in Wellingdorf und Heikendorf wohnen.
Die Landkarte zeigt, wie viel freie Fläche in Altenholz zukünftig vom Flughafen einge- nommen wird: Es ist ein 1000 m langer und 350 m breiter Absperrriegel in unmittelbarer Nähe der Bananenhäuser, der Schule und der Sportplätze. Altenholz droht zu einer En- klave des Flughafens zu werden.
Die Bedeutung des Flughafens für die regionale Wirtschaft ist unbestritten. Die Neuein- richtung der Linie nach München zeigt aber, dass auch die jetzige Start- und Landebahn geeignet ist, um wichtige Geschäftsflüge abwickeln zu können.
Ich bin aber entschieden dagegen, mit Steuermitteln den Einstieg in den Charterflugver- kehr mit Düsenjets zu subventionieren. Ingesamt geht es um Investitionskosten von 150 Mio. DM für den Ausbau des Flughafens und die Absenkung der B503. Dies wird keine Investition sein, die sich rentiert!
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