Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Gudrun Kockmann-Schadendorf: Atommüll unter dem Wattenmeer - ein verfrühter Aprilscherz der CDU?
Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 30.03.2001, Nr.: 074/2001Gudrun Kockmann-Schadendorf:Atommüll unter dem Wattenmeer – ein verfrühter Aprilscherz der CDU?Zu den heute von der CDU präsentierten Vorschlägen zur Energiepolitik erklärt die Expertin für Energiepolitik der SPD-Landtagsfraktion, Gudrun Kockmann-Schadendorf:„Anstatt mit modernen, erneuerbaren Energieträgern politisch in die Zukunft zu den- ken, schreitet die CDU mit ihren Vorschlägen zurück in die tiefste Vergangenheit. Sie hat nicht erkannt, dass ihr blindes Vertrauen in die angeblich so umweltfreundliche Kernenergie von der Mehrheit der Bevölkerung nicht geteilt wird. Diese wünscht den Atomausstieg sogar noch schneller als vereinbart. Mehr Kernkraftwerke bedeuten noch mehr Atommüll, noch mehr Castor-Transporte, noch mehr Proteste der besorg- ten Menschen.Das kleine Schleswig-Holstein ist mit drei Kernkraftwerken und dem Forschungsreak- tor der GKSS genügend Atom-belastet. Die Idee, in großen Tiefen, etwa unter der Nordsee, ein atomares Endlager auch nur zu prüfen, soll die CDU mal unter der Be- völkerung publik machen. Dann wird sie ganz schnell erkennen, dass die Menschen in unserem Land keinen Atommüll und schon gar kein ‚strahlendes’ Wattenmeer haben wollen.Wind- und Solarenergie, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung – das ist der zukunfts- trächtige ‚Energie-Mix’, den die CDU fordert, denn nur so können wir umweltschonend unsere Klimaschutzziele erreichen, ohne Angst vor einem zweiten Tschernobyl-Gau haben zu müssen.“ Schleswig- HolsteinHerausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD