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24.04.01 , 14:56 Uhr
SPD

Dr. Henning Höppner: Wichtiger Diskussionsanstoß zur Reform der Lehrerbildung

Sozialdemokratischer Informationsbrief
Kiel, 24.04.2001 14:57, Nr.: 084/2001
Dr. Henning Höppner:

Wichtiger Diskussionsanstoß zur Reform der Lehrerbildung
Das heute von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN vorgestellte Konzept zur Neuordnung der Lehreraus- und –weiterbildung hält der schulpolitische Sprecher der SPD- Landtagsfraktion, Dr. Henning Höppner, für eine „hilfreiche Diskussionsgrundlage“.

„Es ist unstrittig, dass die bisher fast völlig getrennten Ausbildungsabschnitte Fachstu- dium und Referendarausbildung den steigenden Anforderungen des Lehrerberufes angepasst werden müssen. Es ist daher unerlässlich, die künftigen Lehrer bereits wäh- rend des Studiums nicht nur mit didaktischer und pädagogischer Theorie, sondern auch mit Schulpraxis vertraut zu machen. Auch der kürzlich vorgestellte Kommissions- bericht zur Weiterentwicklung der Lehrerbildung trägt dem Rechnung.“

Höppner stimmt den von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN aufgelisteten Schwerpunkten der pädagogischen Grundausbildung zu. Angesichts der Engpässe beim Lehrernach- wuchs sei es vor allem unerlässlich, klare Voraussetzungen für die Einstellung soge- nannter Quereinsteiger in den Schuldienst zu schaffen und für sie die nötige pädago- gische Aus- und Fortbildung bereitzustellen.

Skeptisch äußerte sich Höppner zu dem Vorschlag, das Referendariat als eigenen Ausbildungsabschnitt gänzlich aufzugeben und ins Studium zu integrieren. Dies könne er sich ohne eine deutliche Verlängerung des Studiums schwer vorstellen. Einig sei er sich jedoch mit den GRÜNEN, dass eine solche Neustrukturierung der Lehrerausbil- dung nur aufgrund einer bundesweiten Entscheidung möglich sei; der Alleingang eines einzelnen Bundeslandes sei in diesem Bereich ausgeschlossen.

Schleswig- Holstein

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„Angesichts der Langfristigkeit, die eine grundsätzliche Neuordnung der Lehrerausbil- dung erfordert, dürfen wir nicht die Berufsperspektive künftiger Studierendengenerati- onen aus dem Auge verlieren, die ihre Ausbildung erst dann abschließen werden, wenn die Bedingungen am Lehrerarbeitsmarkt wieder deutlich schlechter geworden sind. Ein Studium, dessen Absolventen keine andere Berufsperspektive als die des Lehrers haben, würde die Gefahr einer neuen Akademikerarbeitslosigkeit heraufbe- schwören,“ äußerte Henning Höppner. (SIB)

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