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31.05.01 , 12:35 Uhr
SPD

Konrad Nabel zu TOP 33: Neue Wege in der Drogenpolitik

Sozialdemokratischer Informationsbrief


Landtag Kiel, 31.05.2001
aktuell Es gilt das gesprochene Wort! Sperrfrist: Redebeginn



Konrad Nabel zu TOP 33

Neue Wege in der Drogenpolitik

In der Landtagssitzung am 22. Februar waren sich alle RednerInnen einig, dass zu den geforderten “Neuen Wegen in der Drogenpolitik” auch ein System zur Dokumenta- tion und Evaluation der Drogen- und Suchthilfe gehört. Der gemeinsamer Antrag aller im Hause vertretenen Parteien - außer der CDU - forderte die Landesregierung auf, über den Stand des Dokumentationssystems “HORIZONT” zu berichten. Dieser Be- richt ist heute gegeben worden.

Mit der Drucksache 15/975 und den Ausführungen von Ministerin Moser liegen uns wichtige Aussagen zum Stellenwert des Dokumentationssystems, zum derzeitigen Stand der Einführung und über die Auswertungsmöglichkeiten vor, wenn auch - wie bereits im Vorfeld der heutigen Debatte klar war - eine umfassende Auswertung der bisher erhobenen Daten zum jetzigen Zeitpunkt nur begrenzt möglich ist. Für die SPD- Landtagsfraktion danke ich den MitarbeiterInnen des Gesundheitsministeriums und der Ministerin für diesen Bericht.

Der Bericht zeigt auf, dass sich das Dokumentationssystem “HORIZONT” noch in der Einführungsphase befindet; gleichwohl wird deutlich, dass die in der Modellphase von 1997 bis 2000 gemachten Erfahrungen erwarten lassen, dass die in das System ge- setzten Erwartungen mehr als erfüllt werden.
Schleswig- Holstein

Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-



Hierzu liegt ja bereits der im Herbst vergangenen Jahres vorgelegte Bericht über die “Moderne Dokumentation in der ambulanten Suchtkrankenhilfe” über die Modellphase vor, der zu Einzelaspekten wichtige Erkenntnisse lieferte - auch zur Frage der Diffe- renzierung von Sucht und Suchtkrankenhilfe bei Frauen und Männern. Es ist zu be- grüßen, dass bereits bei der Formulierung der über den sog. “Kerndatensatz“ hinaus gehenden Anforderungen von “HORIZONT” in der “Konfiguration Schleswig-Holstein” der Fachausschuss “Frau und Sucht” maßgeblich beteiligt war.

Zu den angestrebten allgemeinen Zielen, wie • Dokumentation und Transparenz, • Qualitätssicherung, • Ausrichtung des Hilfesystems auf die Betroffenen, • Vernetzung im System sozialer und gesundheitsbezogener Dienste kommen Anregungen aus den im Rahmen der Einführung eingerichteten regionalen Arbeitskreisen, welche die Einbeziehung lokaler, regionaler und landesspezifischer Besonderheiten auch in der anschließenden Auswertung ermöglichen.

Das Dokumentationssystem “HORIZONT” wird helfen, die immer noch klaffende Lücke in der Erforschung von Sucht allgemein, von Drogenkarrieren, Konsummustern und zur Einschätzung allgemeiner Trends in der gesundheitlichen und sozialen Situation betroffener Menschen zu schließen.

Damit ist Schleswig-Holstein wieder einmal Vorreiterin einer sowohl an den Suchtkran- ken orientierten, als auch auf Wirtschaftlichkeit und Nachvollziehbarkeit ausgerichteten Suchthilfepolitik in Deutschland. Die Entscheidung anderer Bundesländer für “HORIZONT” als Dokumentationssystem - auch für andere Bereiche als die Suchtkrankenhilfe - lässt hoffen, dass sich bundes- weit die Grundlagen der Diskussion um die Suchthilfepolitik von allgemeinen Meinun- gen hin zu einer an Fakten orientierten, fachlich fundierten Einschätzung wandeln. -3-



Wir erwarten, dass die Sozialministerin uns nach Abschluss der Einführungsphase von “HORIZONT” einen weiteren Bericht mit repräsentativen Auswertungen der bis dahin erhobenen Daten gibt.

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