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Irene Fröhlich: Vorsorge gegen mögliche Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunkanlagen verstärken
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de Nr. 181.01 / 23.06.2001GRÜNE wollen Vorsorge gegen mögliche Gesundheitsge- fährdung durch Mobilfunkanlagen verstärkenZur aktuellen Diskussion über eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Sendeanlagen für den Mobilfunk erklärt die medienpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Irene Fröhlich:Die Zweifel an der Unbedenklichkeit von Mobilfunkanlagen nehmen in der Bevölkerung und in der Wissenschaft immer mehr zu.BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nehmen diese Sorgen der Menschen sehr ernst. Deshalb berei- ten wir zur Zeit einen Antrag für den Landtag vor, durch den wir einen nach heutigem Kennt- nisstand ausreichenden Gesundheitsschutz sicherstellen wollen. Dazu gehören auf Landes- ebene • die Genehmigungspflicht für Mobilfunksender, • die Ausweisung von Schutzgebieten im Bereich von Krankenhäusern, Schulen, Kinder- gärten und geschlossenen Wohngebieten, • verstärkte Forschungsanstrengungen von Bund und Landund auf Bundesebene • die Herabsetzung der Grenzwerte für Sendeanlagen und die Kennzeichnungspflicht der Strahlenbelastungen von Handys.Grund für diese Vorsichtsmaßnahmen sind Hinweise über Gesundheitsgefährdungen, die von Schlafstörungen, Störungen des Hormonhaushaltes bis hin zu krebsfördernden Wirkun- gen bei Menschen sowie Missbildungen bei Tieren reichen. Gerade Kinder und Jugendliche sind demnach besonders stark gefährdet, denn bei ihnen ist die Entwicklung des Nervensys- tems noch nicht abgeschlossen, die Aufnahme von Strahlung ins Körpergewebe ist erhöht.Über 34 000 Mobilfunkanlagen stehen bereits in Deutschland, um u.a. den 48 Millionen Han- dys eine optimale Funkabdeckung zu gewährleisten. Heute ist hierzulande fast jede/r Zweite per Handy erreichbar. Die Vergabe der UMTS-Lizenzen erfordert bis 2002 weitere 60.000 Mobilfunksender.Angesichts dieser Entwicklungsprognose müssen wir jetzt die Rahmenbedingungen so fest- legen, dass die mögliche Belastung der Bevölkerung, insbesondere die Gefährdung von Kin- dern und Jugendlichen, ausreichend und angemessen berücksichtigt wird. ***