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Karl-Martin Hentschel und Angelika Birk: Elmshorner Modell wird geadelt
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de Nr. 182.01 / 25.06.2001Elmshorner Modell wird geadelt Zu der landesweiten Ausdehnung des „Elmshorner Modells“ zur Schaffung von geeigneten Arbeitsplätzen für geringqualifizierte Arbeitnehmer erklären die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN, Angelika Birk und der Fraktionsvorsitzende Karl- Martin Hentschel:Mit der landesweiten Ausdehnung des „Elmshorner Modells“ durch eine 10 Millionen DM- Förderung des Bundesarbeitsministeriums wird dessen erfolgreiche Strategie auch von der Bundesseite anerkannt. Wir müssen feststellen, dass die Belebung am Arbeitsmarkt an den an- und ungelernten ArbeitnehmerInnen vorbeigegangen ist. Qualifizierte Arbeitsnehmer werden von der Wirtschaft nachgefragt und schnell vermittelt, es fehlen aber Angebote des ersten Arbeitsmarktes für geringqualifizierte Kräfte. Hier setzt die Doppelstrategie an, indem in geeigneten Betrieben neue, einfache Tätigkeiten ermittelt werden um diese dann mit dafür fit gemachten Arbeitnehmern zu besetzen. Diese neuen Tätigkeitsfelder kombinieren ver- schiedenste Aufgaben im Betrieb und entlasten die Fachkräfte von solchen Arbeiten.Die Förderung vom Arbeitsamt beinhaltet Qualifizierungsschecks für den Arbeitnehmer und eine befristete Übernahme der Arbeitgeberbeiträge für die Sozialversicherung. Bei der indivi- duellen Qualifizierung geht es sehr oft um aufzubauende Sozialkompetenz, viele Tätigkeiten sind service- und Kundenorientiert. Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmer bekommen so eine Chance für eine dauerhafte Tätigkeit im 1.Arbeitsmarkt, egal ob sie Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld beziehen. Wenn es gelingt mit diesem landesweiten Programm innerhalb von 2,5 Jahren tatsächlich ca. 800 neue Stellen zu schaffen und entsprechend mit Menschen aus der Zielgruppe der Geringqualifizierten zu besetzen, wäre das ein grandioser Erfolg. Un- abhängig davon muss sich die Arbeitsmarktpolitik des Landes auch um die Menschen küm- mern, die arbeiten wollen, aber trotz Förderung keine Chancen auf dem 1.Arbeitsmarkt ha- ben. Auch diese Menschen haben Anspruch auf Hilfe für produktive Tätigkeiten und dürfen nicht durch alle Raster fallen. ***