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27.06.01 , 16:17 Uhr
SPD

Wolfgang Baasch und Andreas Beran: Kreise müssen mehr kontrollieren

Sozialdemokratischer Informationsbrief
Kiel, 27.06.2001, Nr.: 129/2001

Wolfgang Baasch und Andreas Beran:

Kreise müssen mehr kontrollieren

„Städte und Kreise müssen ihrer Verantwortung als Heimaufsichtsbehörden nachkommen und Pflegeeinrichtungen ihrer Region häufiger sowohl durch angemeldete als auch unangemeldete Besuche überprüfen.“ Diese Forderung äußerte der SPD-Sozialpolitiker Wolfgang Baasch in einer Fachkonferenz der SPD-Landtagsfraktion zur „Entwicklung der Pflege in Schleswig- Holstein“ heute in Kiel. Auch teilstationäre Einrichtungen wie Tagespflege, ambulante Pflege- dienste und häusliche Pflege, die nachweislich qualitätsbezogene Hilfe anböten, sollten über- prüft werden. Die Kontrolleure müssten in allen Fällen Mängel aufzeigen und Nachbesserun- gen einfordern, so der Landtagsabgeordnete. Bisher bekannt gewordene Missstände und Pflegeschäden sowie das Fehlen prophylaktischer Maßnahmen machten deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle handle. Die Kreise würden allerdings bislang ihre Kontrollaufgaben vernachlässigen.

„Alle Einrichtungen sowohl in kommunaler als auch privater Trägerschaft müssen ein internes Qualitätsmanagementkonzept entwickeln, um gute und menschenwürdige Pflege zu gewähr- leisten“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete und Sozialausschussvorsitzende Andreas Be- ran. Um die Qualität der Pflege zu optimieren, reichten technisch-qualitative Verbesserungen nicht aus. Wichtig sei vielmehr auch die Beratung der Beteiligten: der Pflegebedürftigen, ihrer pflegenden Angehörigen sowie der Beschäftigten. Hier habe sich das Pflegenottelefon als Kri- sen- und Beratungstelefon als sehr erfolgreich erwiesen. Im Zusammenhang mit der Quali- tätsdiskussion sei auch zu überlegen, so Beran, mehr Personal für die Pflege einzusetzen.

Das Pflegenottelefon wurde von Anke Buhl vom AWO-Landesverband vorgestellt. Die Auswir- kungen des neuen SGB IX (Sozialgesetzbuch) sowie die Pflegequalitätsoffensive in Schles- wig-Holstein waren weitere Themen der Konferenz. (SIB)


Schleswig- Holstein

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