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28.09.01 , 15:48 Uhr
B 90/Grüne

Angelika Birk: CDU bleibt auf halber Strecke stehen

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 30 - Lehrerbildung - Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Durchwahl: 0431/988-1503 Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Zentrale: 0431/988-1500 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Angelika Birk: Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de

Nr. 268.01 / 28.09.2001

CDU bleibt auf halber Strecke stehen
Interessante Vorschläge hat die CDU zur Lehrebildung gemacht. So fordert sie die Insti- tution der Lehrerfortbildung, das IPTS an die Hochschulen zu legen. Warum so halbher- zig? Es ist dann konsequent, wie wir es fordern, die Lehrerausbildung aus ihrer Zweitei- lung herauszuholen und eine einphasige Lehrerausbildung einzuführen. Schleswig- Holstein könnte sich hier als Modellland profilieren - dies umso mehr als die Universität Flensburg, an der ja ein großer Teil der Lehrerbildung stattfindet, dazu bereit ist.
Wir haben hierzu schon im April ein Konzept vorgelegt. Selbst wenn nicht alles sofort zu realisieren ist, so sollten wir uns bei der jetzigen Chance für eine große Reform in Schleswig-Holstein von diesem Ziel leiten lassen.
Die CDU schlägt außerdem einen Bildungsgutschein für alle LehrerInnen zur Fortbildung vor: Auch ein guter Vorschlag, aber auch hier heißt es konsequent sein. Jede Schule muss ein Fortbildungsbudget haben und gemeinsam in Schul- und Lehrerkonferenz fest- legen, welche Fortbildung die Lehrkräfte sich aneignen sollen.
Schließlich, das verwundert nicht, hält die CDU explizit an der ständischen Orientierung einer streng nach Schularten gegliederten Lehrerbildung fest. Genau das ist überholt. Im Gegenteil: Schritt für Schritt müssen wir zu einer schulübergreifenden und interdis- ziplinären Aus- und Fortbildung kommen, in der Schulentwicklungsforschung, Selbstma- nagement, interkulturelle Bildung, neue Medien, Jugendarbeit und Elternberatung eine zentrale Rolle spielen. Wir wissen uns in dieser Zielsetzung auch einig mit der Hambur- ger Kommission für Lehrerbildungsreform, die schon im Jahr 2000 ihre Vorschläge machte. Das hat auch Konsequenzen für die Leistungsbewertung der LehrerInnen. Auch die schleswig-holsteinische Kommission zur Lehrerbildung hat den Anschluss an europäi- sche Qualitätsstandards gefordert. Das European Credit Transfer System (ETCS) sollte hierbei auch für Lehrerbildung leitend sein. Zusätzlich empfiehlt die Hamburger Kommis- sion zur Lehrerbildung neben den Prüfungen auch die Entwicklung persönlicher Portfoli- os, welche Themen und Kompetenzen sich Lehrkräfte im Lauf ihres Lebens erwerben. Bei Einstellungen, die ja zukünftig die Schulen und nicht mehr zentral die Behörde vor- nehmen soll, wird dann zunehmend nicht mehr allein der Notenschnitt ausschlaggebend sein!
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