Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

17.10.01 , 16:34 Uhr
B 90/Grüne

Karl-Martin Hentschel: Sicherheitskonzepte überdenken

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Es gilt das gesprochene Wort! Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel TOP 26 - Sicherheit der Atomkraftwerke - Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Dazu sagt der Vorsitzende Telefax: 0431/988-1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172/541 83 53 Karl-Martin Hentschel: E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de

Nr. 282.01 / 17.10.2001
Sicherheitskonzepte überdenken
Die Frage des Atomausstieges ist auch eine Frage der Inneren Sicherheit. Atomkraftwer- ke sind nicht sicher.
Die Terroranschläge in den USA haben uns auf grausame Art und Weise gezeigt, dass vieles, was wir immer für sicher gehalten haben, nicht sicher ist. Sie haben auch bestä- tigt, dass die schlimmsten Szenarien, die wir uns in der Anti-AKW-Bewegung ausgemalt haben, keineswegs an den Haaren herbeigezogen waren. Das World-Trade-Center galt als gesichert gegen Flugzeugangriffe - aber es war es nicht. Die Atomkraftwerke hier in Deutschland würden derartigen Angriffen ebenfalls nicht standhalten.
Ich möchte mir nicht die Folgen eines solchen Angriffes auf ein Atomkraftwerk hier in Schleswig-Holstein ausmalen. Aber nach den Anschlägen von Washington und New Y- ork müssen wir all unsere Sicherheitskonzepte kritisch überdenken und dürfen nicht die Augen vor den möglichen Gefahren verschließen. Wir dürfen uns nicht auf die Terroris- tenfahndung beschränken, sondern müssen auch die Risiken in anderen Bereichen ver- ringern.
Der Atomkonsens darf dabei kein Tabu sein. Denn es stellt sich die Frage, ob die Betrei- bergenehmigungen nicht auf anderen Risikoeinschätzungen und auf Sicherheitsszena- rien basieren, als denen, die jetzt aufgrund der Terroranschläge in den USA vorgenom- men werden müssen und ob die Genehmigungen aufgrund veränderter Sicherheitslagen nicht widerrufen werden müssen.
Wir müssen uns von dieser Risikotechnologie auf dem schnellsten Wege verabschieden - zur Sicherheit unseres Landes!
***

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen