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16.11.01 , 17:23 Uhr
B 90/Grüne

Angelika Birk: Die Museuumslandschaft in Schleswig-Holstein lebt!

Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 28 - Entwicklung der Museen - Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Dazu sagt die kulturpolitische Sprecherin Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Angelika Birk: Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de

Nr. 313.01 / 16.11.2001 Die Museumslandschaft in Schleswig Holstein lebt!
Sie lebt dank des Engagements vieler verschiedener Fachleute, aber auch engagierter Laien. Sie finanziert sich mit geschickten Nutzung von Stiftungskonstruktionen und der Synergieeffekte, die durch gemeinsame Aktionen wie der Museen mit dem Schleswig Holstein Musikfestival, der Kieler Woche und ähnlichen Ereignissen vor Ort und seitens der Landesregierung.
TouristInnen in Schleswig Holstein sind mit über zwei Drittel der zahlenmäßig größte Ad- ressat, aber gerade die junge und die alte Generation nutzen Museen überdurchschnitt- lich, sicher auch, auch wenn das der Bericht nicht belegen kann, sind hier - wie bei vielen Kulturnutzungen- Frauen in der Mehrheit.
Die neuen Museen zum Naturschutz in Tönning und das wieder neu eröffnete Budden- brookhaus haben die in sie gestellten Erwartungen voll erfüllt und stehen beispielhaft auch für andere moderne Museen im Land.
Allerdings fehlt in dem Bericht ein ganz wichtiges Museum der letzten Legislaturperiode, so kurios es klingt: Der Landtag . Wir alle erinnern uns noch, wie die Ausstellung mit ih- ren vielen Veranstaltungen zu den Verbrechen der Wehrmacht hier in diesem Hause In- teresse und Denkanstöße für Schleswig-Holsteiner BürgerInnen und Abgeordnete ge- bracht hat und weit über die Landesgrenzen hinaus Wellen schlug. Ich hoffe, dass wir in jeder Legislaturperiode dieses Gebäude jenseits seiner Hauptaufgabe, Haus des Parla- ments zu sein, auch für einen solchen Beitrag nutzen können. Neben dem Erschließen von schönen neuen Kulturschätzen, für die das Schloss Eutin ein beredtes Beispiel ist, stellt aber auch die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit durch junge Leute eine Bereicherung der Ausstellungen und Ereig- nisse der Museumslandschaft dar. Das ermutigt ebenso, wie das zunehmende museale Interesse an den Zeugnissen jüdischen Lebens in unserem Land.
Wir werden uns einsetzen:
• Für mehr Museumspädagogik.
• Für die im Bericht anvisierten Bürgerstiftung für zeitgeschichtliche Museen - gerade auch zur Aufarbeitung der Nazizeit.
• Für den Dialog der Kulturen im Museumsbereich - gerade auch um Migrantinnen und Migranten dafür zu gewinnen, unsere Museen zu besuchen und zu gestalten. Wir be- grüßen deshalb die geplante Stiftungsneugründung in Lübeck, der Völkerkunde- sammlung eine finanzielle Absicherung bieten soll.
Wir sind nach wie skeptisch, ob es in Zeiten knappster Haushaltsmittel möglich ist, ein teures neues Haus der Geschichte begründen. Hier favorisieren wir eine Verbundlösun- gen unter Nutzung neuer Medien.
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