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Karl-Martin Hentschel rät dringend von weiterer Elbvertiefung ab
PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de Nr. 034.02 / 08.02.2002Hentschel rät dringend von weiterer Elbvertiefung ab Zur Diskussion über eine weitere Elbvertiefung erklärt der Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Karl-Martin Hentschel:Ich kann Ole von Beust von einem Antrag auf eine weitere Ausbaggerung der Elbe um bis zu 1,5 m nur dringend abraten. Ich vermute einmal, dass er sich in seiner kurzen Amtszeit noch nicht intensiv mit den Fakten beschäftigen konnte.Eine erneute Elbvertiefung um 1,5 m bedeutet, dass an viel mehr Stellen und über we- sentlich längere Abschnitte als bisher Vertiefungsmaßnahmen erforderlich sind. Dies wird nach der Überzeugung von Fachleuten dramatische Auswirkungen auf den Tiden- hub der Elbe haben mit der Gefahr stärkerer Hochwasser. In der Folge müssten die Elbdeiche weiter erhöht werden; sie sind in Schleswig-Holstein bereits heute ½ m höher als in Hamburg.Die Strömungsgeschwindigkeit der Elbe wird ebenfalls zunehmen, mit erheblichen Aus- wirkungen auf Flora und Fauna.Schon die letzte Elbvertiefung vor zwei Jahren hat massive ökologische Probleme her- vorgerufen. Obwohl die Überprüfung der Folgen noch nicht abgeschlossen ist, sind Auswirkungen auf Strömung, Wasserstände und die Elbbiotope zu befürchten. Es ist durchaus möglich, dass deshalb nachträglich weitere Ausgleichsmaßnahmen erforder- lich sind. Diese sind jedoch schwierig zu realisieren, weil bereits das gesamte schles- wig-holsteinische Elbufer mit einer Ausnahme einer kleinen Lücke bei Brunsbüttel nach EU-, Bundes- oder Landesrecht unter Schutz gestellt ist bzw. von Landwirtschaft und Gewerbe genutzt wird. Dazu kommen noch die Ausgleichsmaßnahmen in Schleswig- Holstein für die teilweise Zuschüttung des Süßwasserwatts „Mühlenberger Loch“ für die Erweiterung des DASA-Geländes in Hamburg. ***