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Heiner Garg zur Förderung des Sports
FDP Landtagsfraktion Schleswig-HolsteinPresseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 071/2002 Vorsitzender Dr. Christel Happach-Kasan, MdL Stellvertretende Vorsitzende Kiel, Mittwoch, 20. Februar 2002 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Sperrfrist: Redebeginn Christel Aschmoneit-Lücke, MdL Joachim Behm , MdL Es gilt das gesprochene Wort! Dr. Heiner Garg, MdLFreiwilliges soziales Jahr/Sport Günther Hildebrand, MdLIn seinem Redebeitrag zu TOP 33 (Förderung des Sports) sagte der www.fdp-sh.de jugendpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Heiner Garg:„Der Antrag gibt Anlass, grundsätzlich über Sinn und Zweck des freiwilligen sozialen Jahres nachzudenken. Denn wie einer Presseerklärung des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Soziales und Jugend vom 15.12. 2000 zu entnehmen ist, gibt es bereits die Möglichkeit, ein freiwilliges soziales Jahr im Sport zu absolvieren.Ein in die Landesverfassung verankertes Staatsziel wie das der Förderung des Sports braucht dazu sogar nicht erst herangezogen werden.Abgesehen davon, dass ein solches Staatsziel keine weitere Konsequenzen nach sich zieht, muss doch die Frage erlaubt sein, ob hier durch den Antrag der CDU der Sport in Schleswig-Holstein oder aber das soziale Engagement junger Menschen gefördert werden soll?Geht es hier um die Vermittlung von Sozialkompetenz oder sportlicher Leistung an die Jugendlichen?Was jedenfalls nicht gewollt sein kann und darf, ist, dass durch irgendwie geartete freiwillige soziale Leistungen Defizite in den Sportvereinen oder Sportorganisationen aufgefangen werden.Denn weder die ehrenamtliche Tätigkeit noch die Arbeit von Jugendlichen in einem freiwilligen sozialen Jahr dürfen als Lückebüßer für fehlende sportliche Angebote in Schleswig-Holstein herhalten.Wenn infolge der knappen finanziellen Ressourcen des Landesetats die jungen Menschen merken, dass ihr freiwilliges soziales Engagement eine Lückenbüßerfunktion einnimmt, dann wird die Philosophie des freiwilligen sozialen Jahres pervertiert.Sinn und Zweck eines freiwilligen sozialen Jahr ist es doch, dass junge Menschen einen Beitrag für die Gemeinschaft erbringen.Dahinter verbirgt sich das bewusste Engagement junger Menschen, sich für andere, meist hilfsbedürftige Menschen einzusetzen. Sie können sich Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ hierbei selbst erproben, sich für ihre als sinnvoll empfundenen Ziele einsetzen und ihre Ideale einem „Härtetest in der Praxis“ unterziehen.Zugleich erfahren sie, dass ihr persönlicher Einsatz etwas bewirken kann.Für viele Schulabgänger bietet die Zeit im freiwilligen Dienst auch eine maßgebende Chance, sich über ihren weitere Lebensweg klar zu werden und sich in entsprechenden Einsatzfeldern in einem später beabsichtigten Beruf zu orientieren.Deshalb steht in einem freiwilligen sozialen Jahr nicht das Absolvieren von sportlichen Leistungen im Vordergrund, sondern die soziale Arbeit von Jugendlichen in gesellschaftlich relevanten Projekten, die intensiv betreut werden müssen.Bei Projekten des Landessportverbandes mit dem Titel „Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit“ beispielsweise wäre es durchaus vorstellbar, dass Jugendliche im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres mitarbeiten.Wer aber die Förderung im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres will, muss sich darüber im klaren sein, dass erhebliche Auflagen erfüllt werden müssen: So ist das freiwillige soziale Jahr umfangreich pädagogisch mit dem Ziel zu begleiten, dass soziale Erfahrungen vermittelt und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl gestärkt werden. Darüber hinaus ist neben der individuellen Betreuung der Jugendlichen die inhaltliche Gestaltung des freiwilligen sozialen Jahres zusätzlich durch Seminare zu unterstützen.Daraus ist zu ersehen, dass das freiwillige soziale Jahr nicht nur aus einem vollkommen einseitigen Geben der Helferinnen und Helfer bestehen soll. Ziel eines solchen Jahres ist, dass von den Jugendlichen Erfahrungen auf sozialem Gebiet gesammelt werden können. Eine angemessene Betreuung der Jugendlichen soll darüber hinaus eine entsprechende Persönlichkeitsbildung gewährleisten.Ich habe da meine erheblichen Zweifel, dass dies durch die oftmals ehrenamtlichen Übungsleiter und Betreuer in Sportvereinen und – organisationen über ihre bereits jetzt vorhandene Arbeit geleistet werden kann - und ob diese das auch so wollen.Überlegungen wie diese haben jedenfalls bereits 1964 bei der Verabschiedung des „Gesetzes zur Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres“ dazu geführt, dass die anerkannten Jugendverbände als Träger eines freiwilligen sozialen Jahres herausgenommen worden sind.Das ist wahrscheinlich auch Grund, warum die Möglichkeit, sich im Sport sozial zu engagieren, nicht weiter bekannt geworden ist.Eines jedenfalls gibt dabei das „Gesetz zur Förderung des freiwilligen sozialen Jahres“ zusätzlich noch her: Auf Landesebene können bereits heute schon weitere Träger zugelassen werden, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.“Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/