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20.03.02 , 17:09 Uhr
B 90/Grüne

Karl-Martin Hentschel zum ÖPNV im Hamburger Umland

Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 10 – ÖPNV im Hamburger Umland - Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Dazu sagt der Fraktionsvorsitzende Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 von Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Karl-Martin Hentschel: Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de

Nr. 079.02 / 20.02.2002

ÖPNV im Hamburger Umland wird immer attraktiver
Der Regionalplan für die Metropolregion liest sich im Öffentlichen-Personen- Nahverkehrs(ÖPNV)-Teil wie eine grüne Wunschliste. Ausbau der Regionalbahn bzw. S- Bahnen auf den Hauptachsen nach Elmshorn, Kaltenkirchen, Oldesloe und Schwarzen- bek, der Anschluss von Glinde an die U-Bahn, die Verbesserung der Busanschlüsse im Umland – an alles ist gedacht worden.
Aus der Sicht Schleswig-Holsteins werden noch in diesem Jahr wesentliche Dinge ge- schehen, um den ÖPNV im Hamburger Umland attraktiver zu machen. Dazu gehört die Ausweitung des Hamburger-Verkehrs-Verbundes auf alle vier schleswig-holsteinischen Randkreise.
Dazu gehört die Einführung des Verkehrsverbundes Schleswig-Holstein mit einem Über- gangstarif nach Hamburg. Auf diese Weise wird bis Ende 2003 ganz Schleswig-Holstein mit Hamburg einen einheitlichen Tarifverbund bilden. Alle Regionalzüge, S-Bahnen, U- Bahnen, Busse und viele Schiffe können dann mit einer Fahrkarte benutzt werden.
Ebenfalls Ende dieses Jahres kommt der Stundentakt nach Büchen während der Pend- lerzeiten. Los geht es jetzt endlich mit dem Ausbau des Bahnhofs Elmshorn. Und geplant ist für die kommenden Jahre weiterhin die Elektrifizierung nach Lübeck. Soweit klingt al- les gut.
Wir wissen aber alle, dass das nicht alles gut ist. Und das liegt aus meiner Sicht nicht unwesentlich an Hamburg. Nun könnte es sein, dass das nur die schleswig-holsteinische Sicht ist und dass die Hamburger das anders sehen. Aber zumindest was die Grünen anbelangt, stimmt das nicht. Auch die GAL hatte während ihrer Regierungszeit bei dem legendären Beton-Senator Wagner stets dicke Mauern zu durchbohren, während das Engagement von Minister Rohwer für den ÖPNV von uns voll anerkannt wird.
Für Hamburg endet die Verkehrspolitik immer an der Grenze. Hamburg wehrt sich ve- hement gegen zusätzliche Züge aus Schleswig-Holstein, weil es dann das letzte Stück auf Hamburger Boden bezahlen müsste. Hamburg hat sich dagegen gewehrt, dass die AKN nach Hamburg hereinfährt. So haben wir jetzt die unsinnige Verlängerung der U- Bahn nach Norderstedt. Die U-Bahn ist aber zu langsam und für Pendler aus dem Raum Kaltenkirchen-Norderstedt nicht sehr attraktiv.
Dazu kommt, dass sich Hamburg jeden Verkehr, der über die Grenze hinausgeht, teuer bezahlen lässt.
Der Kernfehler der Hamburger scheint mir zu sein, dass sie nicht bedenken, dass jeder Mensch, der nicht den ÖPNV benutzt, mit dem Auto nach Hamburg fährt. Und für diese Autos muss Hamburg dann teure Straßen bauen, für die es gar keine Einnahmen gibt. Nichts ist teuerer in Hamburg, als die Grundflächen. Und das beste Mittel, Flächen zu sparen, ist, den ÖPNV zu fördern.
Nun hören wir allerdings seit der letzten Wahl aus Hamburg noch ganz andere Töne. Endlich soll wieder mehr für den Autofahrer getan werden. Das stimmt mich nicht hoff- nungsvoll.
Um so mehr freue ich mich, wenn wir hier einen CDU-Antrag diskutieren, der sich für den öffentlichen Verkehr im Hamburger Umland ausspricht. Ich bedanke mich ausdrücklich, insbesondere beim Kollegen Eichelberg. Ich weiß, dass er sich schon seit langem enga- giert für den ÖPNV und den Schienen-Personen-Nahverkehr einsetzt.
Liebe Kollegen von der CDU, ich würde mich freuen, wenn Sie nun dieses Engagement auch auf den grenzüberschreitenden Dialog mit der CDU in Hamburg übertragen könn- ten. Da können Sie zur Zeit sicher viel Überzeugungsarbeit leisten.
Zum Schluss noch der Hinweis, dass Verkehr auch ein Mittel gegen die PISA-Misere ist. Immerhin sagte schon Johann Wolfgang von Goethe: „Die beste Bildung findet ein ge- scheiter Mann auf Reisen.“
Deshalb können Sie sicher sein, dass meine Fraktion alles tun wird, um Initiativen zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs zu unterstützen und werden deshalb gerne Ih- ren Antrag im Ausschuss beraten.
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