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Monika Heinold zum Bingo-Lotto
Fraktion im Landtag PRESSEDIENST Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 16 – Lotterie für Natur-, Umwelt- Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel und Denkmalschutz - Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Dazu sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin Telefax: 0431/988-1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172/541 83 53 Monika Heinold: E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de Nr. 086.02 / 21.03.2002 Bingo-Lotto ist ein ErfolgsmodellDie FDP und die Bingo-Lotterie: Das ist schon eine eigenartige Geschichte: Wie wetterte Kubicki noch im März 1998 gegen unseren Antrag zur Einführung einer Lotterie für Um- weltschutz- und Eine-Welt-Projekte: eine riesengroße Schweinerei sei das, jährliche De- fizite von einer halben Millionen seinen vorprogrammiert, es sei undemokratisch usw..Heute ist die FDP vom Erfolg der Bingo-Lotterie so überzeugt, dass sie die Einnahmen nun zur Förderung des Denkmalschutzes einsetzten will, allerdings auf Kosten der Ent- wicklungsprojekte! Das machen wir aber nicht mit.Ich bin der Ansicht, dass es überaus unsensibel wäre, wenn wir in der gegenwärtigen, weltpolitisch schwierigen Situation beschließen würden, nur noch Projekte mit regiona- lem Bezug zu Schleswig-Holstein fördern zu wollen. Gerade jetzt ist es notwendig, immer wieder zu betonen, dass wir eine weltpolitische Gesamtverantwortung haben. Deshalb ist das Konzept der Bingo-Lotterie auch so sinnvoll, denn es fördert Umweltschutz- und Ei- ne-Welt-Projekte.So flossen 86 Prozent aller Gelder bislang in regionale Projekte, 14 Prozent gingen in andere Länder, in erster Linie nach Afrika, gefolgt von Asien und Lateinamerika - aber auch ins europäische Ausland.Es ist überlebensnotwendig, dass wir die zunehmende Ungleichheit zwischen den Völ- kern und innerhalb der Völker zum Anlass nehmen, Programme gegen wachsende Ar- mut, gegen Hunger, Krankheit und Analphabetentum zu entwickeln und umzusetzen. Ungerechtigkeit schürt Hass, aus Hass wird Krieg. Gerade die letzten Monate haben ein- dringlich gezeigt, dass das krasse Wohlstands- und Machtgefälle zwischen den reichen und den armen Ländern der Erde den Weltfrieden ernsthaft bedrohen kann. Mindestens genauso gefährlich ist aber die fortschreitende Schädigung des Ökosystems – wenn alle so viel Auto fahren würden wie wir, wenn alle soviel Ressourcen verbrau- chen würden wie die BürgerInnen der Industriestaaten, können wir einpacken.Unser Wohlergehen hängt davon ab, dass wir im Sinne der Agenda 21 Umwelt- und Entwicklungsarbeit als globalen Ansatz verstehen: Mit Verantwortung für Veränderungen vor der eigenen Haustür und mit Unterstützung von Initiativen in anderen Ländern.Bingo-Lotto war in den letzten drei Jahren für Umwelt und Entwicklung nachhaltig aktiv: Über 400 Projekte wurden mit insgesamt 3,4 Mill. Euro unterstützt. Etwa ein Drittel dieser Summe entfiel auf den Entwicklungsbereich, fast zwei Millionen Euro wurden in Umwelt- projekte des Landes Schleswig-Holstein gesteckt.Ein Beispiel aus dem Bereich der Entwicklungshilfe ist ein Projekt der Kirchengemeinde Heikendorf. Sie unterstützt seit 1987 eine Kirchengemeinde in Tansania. Jetzt soll dort ein Schulhaus zur Förderung behinderter Kinder eingerichtet werden, um deren sozialen Status zu verbessern. Das erfordert viel Engagement, aber auch eine notwendige Ausei- nandersetzung mit dem armen Land Tansania und es öffnet uns die Augen für unseren eigenen Wohlstand. Da ist der Förderbeitrag des Bingo-Lottos - 2550 Euro - doch ausge- sprochen gut eingesetzt worden.Weiter fördert Bingo-Lotto entwicklungspolitische Bildungsarbeit - z.B. an Schulen - mit Ausstellungen für bisherige und zukünftige Entwicklung in der „Einen Welt“. Die Zielgrup- pe sind Kinder und Jugendliche, denn sie sollen die Welt von Morgen gestalten und in ihr leben.Global denken - lokal handeln: Hier setzt die überparteilich unumstrittene Agenda 21 an. Bingo-Lotto unterstützt diesen Ansatz nicht nur theoretisch, sondern trägt erheblich dazu bei, dass Gelder fließen.Denkmalschutz und Bingo-Lotto sind im Übrigen in der Vergangenheit auch als Partner aufgetreten: In Lübeck wurde eine historische Fachwerkscheune als regionale Umwelt- bildungsstätte erbaut und der Leitfaden zur Entdeckung historischer Kulturlandschaften wurde von Bingo-Lotto unterstützt.Kooperation statt Konkurrenz im Sinne der Agenda 21: Dem müsste sich doch auch die FDP anschließen können. Wird der Antrag nicht zurückgezogen, werden wir ihn ableh- nen. ***