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26.04.02 , 13:18 Uhr
FDP

Christel Happach-Kasan: "Arroganz des Umweltministeriums"

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein



Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 141/2002 Vorsitzender Dr. Christel Happach-Kasan, MdL Stellvertretende Vorsitzende Kiel, Freitag 26.04.2002 Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Renaturierung der Krükau Christel Aschmoneit-Lücke, MdL Joachim Behm , MdL Christel Happach-Kasan: “Arroganz des Dr. Heiner Garg, MdL Umweltministeriums“ Günther Hildebrand, MdL

Zu den Antworten der Landesregierung (LT-Drucksachen 15/1782,15/1789) auf ihre Kleinen Anfragen erklärte die umweltpolitische Sprecherin der FDP- Landtagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:
„Weder die Aussagen zur Berücksichtigung des Denkmalschutzes, noch die zum Alter des Staus bzw. der Berücksichtigung des historischen Verlaufs des Flusses bei der Planung der Renaturierung sind zufriedenstellend. Es ist kaum nachvollziehbar, warum im Stadtgebiet von Barmstedt die Bevölkerung von der Krückau ferngehalten und auf die Anlage von Wanderwegen an der Krückau verzichtet werden soll. Der Natur nützt dies wenig. Menschen, die aus der Natur ausgegrenzt werden, können kein Verständnis für den Naturschutz entwickeln. Es ist ein Umdenken erforderlich, Menschen sollten an die Natur herangeführt werden“, sagte Happach-Kasan.
„Das Kultusministerium bestätigt die kulturhistorische Bedeutung der Schlossinsel mit ihren Gebäuden sowie seine Bedeutung als beliebtes Naherholungsziel. Bei der Erarbeitung des Gewässerschutzkonzepts für die Krückau, das Wasserstandsänderungen vorsieht, die die Gebäude auf der Insel gefährden können, wurden die Denkmalschutzbehörden gleichwohl nicht beteiligt. Dies belegt eine ungeheure Arroganz des Umweltministeriums bei der Beteiligung Dritter. Der Verweis des Umweltministeriums auf das Denkmalschutzgesetz ist absolut unbefriedigend und zynisch. Das Gesetz gilt auch für die Umweltbehörden. Die FDP fordert, dass zum Erhalt der wertvollen Denkmäler die Denkmalschutzbehörden von Anfang an beteiligt werden und nicht erst dann, wenn die Planungen abgeschlossen sind“, so Happach-Kasan weiter.
„Wenn eine „Re -naturierung“ der Krückau geplant wird und kein Neubau des Flusses durch Landschaftsarchitekten, ist -anders als in der Antwort der Landesregierung dargestellt - der historische Verlauf des Flusses von großem Interesse. Im Boden alter Mäander haben Sporen und Samen von Wasser- und Feuchtwiesenpflanzen überdauert, die bei der Wiedervernässung keimen und die Renaturierung unterstützen. Über die Jahrhunderte gesehen verlagern Fließgewässer zwar ihren Verlauf. Dies ist aber ein sehr langsamer Prozess. Daher ist eine Orientierung am historischen Verlauf sehr wohl sinnvoll. Es entsteht der Eindruck, dass nicht die Renaturierung das Ziel ist sondern die Beseitigung der Kleingärten und der Naturschutz nur als Deckmantel benutzt wird“, so Happach-Kasan abschließend. Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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