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15.05.02 , 11:24 Uhr
SPD

Klaus-Dieter Müller: TOP 42 - Chancen der UMTS-Technologie

Sozialdemokratischer Informationsbrief

Kiel, 15.05.2002 Landtag Es gilt das gesprochene Wort! Sperrfrist: Redebeginn aktuell TOP 42 – Chancen der UMTS-Technologie

Klaus-Dieter Müller:

Positive Auswirkungen der UMTS-Technologie auf die Wirtschaft

Die Umsatzerwartungen des UMTS-Forums wurden weltweit und für Europa bis zum Jahr 2010 trotz der weltweiten Konjunktureinbrüche nur leicht nach unten korrigiert. Es ist richtig, dass sich die Landesregierung nicht durch Unkenrufe selbsternannter Wirt- schaftsweiser irritieren lässt und der UMTS als Basistechnologie für Schleswig- Holstein wichtige arbeitsmarktpolitische Bedeutung beimisst. Es ist schlau und profes- sionell, dass sich die Landesregierung – anders als andere – bei der Bewertung kon- zerninterner Prozesse der in Schleswig-Holstein angesiedelten Unternehmen dieser Branche zurückhält und sich als fairer Partner anbietet, wenn dies gewollt ist, und nicht schon, wenn ausschließlich Oppositionspolitiker dies für geboten erachten. So fühlen sich die Unternehmen richtig verstanden und wohl am Standort Schleswig-Holstein.

Die Leistungen der Firma MobilCom beim Aufbau der neuen Telekommunikations- strukturen in Deutschland sind mehr als bemerkenswert, und die Tatsache, dass die amerikanischen Eigentümer des Motorola-Konzerns planen, in Flensburg die weltweite Serienproduktion des UMTS-Handys durchzuführen, ist ein eindrucksvoller Beweis der Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schleswig-Holstein.

Die Auswirkungen von UMTS auf unsere Wirtschaft werden vielfältig positiv sein:

Schleswig- Holstein

Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD -2-



• Viele Dienstleister werden von der notwendigen UMTS-gerechten Aufbereitung von Angeboten und Inhalten stark profitieren. Dies betrifft z.B. Assistentensys- teme (Verkehrsleitsysteme, Auskunftsdienste usw.), Bankdienstleistungen, On- line-Shop-Angebote und etwa auch die Fernsteuerung und Fernabfrage von haustechnischen Geräten und Systemen. • Aber auch für teils sehr traditionell ausgerichtete Branchen werden sich durch UMTS neue Impulse in Schleswig-Holstein ergeben. Wir teilen die Auffassung der Landesregierung, dass ortsunabhängige, breitbandige und zeitunabhängige Sprach- und Datenkommunikationsinfrastrukturen, wie sie UMTS bietet, zu ent- scheidenden Standortfaktoren werden. Als Beispiele für zukünftige Mobile- Commerce-Angebote möchte ich nur nennen das mobile Büro, die Ferndiagno- se und Fernwartung von mobilen Geräten, den Datenaustausch im regionalen Vertrieb, die Routenplanung und Disposition bei Logistikdienstleistern und die Bestellung und Disposition im Baugewerbe. • Die neuen Einsatzmöglichkeiten werden auch Branchen weiter stärken, in de- nen Schleswig-Holstein bereits jetzt gut positioniert ist, wie etwa die Medizin- technik. Es ist leicht vorstellbar, welchen Wert diese Technologie bei den medi- zintechnischen Geräteherstellern in den Bereichen Wartung und Überwachung, aber auch bei der Übertragung medizinischer Daten hat. Ich nenne das mobile EKG auf dem Rettungswagen mit Datenübertragung in die Aufnahmeklinik, die Überwachung von Vitalfunktionen besonders gefährdeter Patienten und später vielleicht auch das Langzeit-EKG oder das Blutdruckmessgerät online. In die- sem Zusammenhang möchten wir die Förderung des Projektes „Personal Mes- saging“ im Rahmen der Kompetenz-Cluster nachdrücklich begrüßen.

Wir unterstützen den sensiblen Umgang der Landesregierung mit dem Thema „Elekt- rosmog“. Eine Unterstützung des sogenannten Infrastruktursharings, die aufmerksame Prüfung der tatsächlich messbaren Belastungen bei gleichzeitiger Aufklärung und ei- ner Versachlichung der Diskussion ist der richtige Weg. -3-



UMTS ist nicht irgendeine neue Technologie. Sie wird unsere Lebensbedingungen nachhaltig verändern und eine Vielzahl neuer Chancen für unsere Wirtschaft eröffnen. Da ist die offene und positive Einstellung, die unsere Landesregierung auszeichnet, die richtige Antwort. Eine eher abwartende oder gar ablehnende Haltung würde unse- ren Standort gefährden.

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