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15.05.02 , 12:03 Uhr
FDP

Christel Aschmoneit-Lücke zur UMTS-Technologie

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1



Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Dr. Christel Happach-Kasan, MdL Nr. 155/2002 Stellvertretende Vorsitzende Dr. Ekkehard Klug, MdL Kiel, Mittwoch, 15. Mai 2002 Parlamentarischer Geschäftsführer Christel Aschmoneit-Lücke, MdL Sperrfrist: Redebeginn Joachim Behm , MdL Dr. Heiner Garg, MdL Es gilt das gesprochene Wort! Günther Hildebrand, MdL
UMTS/Chancen für Schleswig-Holstein



www.fdp-sh.de In ihrem Beitrag zu TOP 42 (UMTS) sagte die wirtschafts- und technologiepolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Christel Aschmoneit-Lücke:
„UMTS war und ist in aller Munde: Erst lief vielen ob des erwarteten schnellen Geldsegens das Wasser im selbigen zusammen, jetzt ist UMTS als Kursvernichter in der Telekom- Branche im Gespräch. Der Bericht des Wirtschaftsministers hebt sich positiv von diesen Stimmungsschwankungen ab.
Eines wird besonders deutlich: UMTS ist kein Wundermittel für Aktienkurse, Wachstum oder Beschäftigung, sondern ein technischer Standard, der sich in den nächsten Jahren durchsetzen wird. Er wird sich durchsetzen, weil er es den Menschen ermöglicht, noch schneller und umfangreicher miteinander zu kommunizieren—genauso wie bei Telegraf, Telefon, E-Mail und SMS vorher. Und die Unternehmen, die schneller am Markt sind, verdienen schneller mehr Geld als die anderen—wenn ihre Produkte den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Folge: Unternehmen werden kommen und gehen, UMTS wird trotzdem kommen und irgendwann auch wieder gehen.
Aus politischer Sicht ist also in Bezug auf die technischen Aspekte von UMTS Gelassenheit angezeigt. Die einzige Ausnahme wären gesundheitsschädliche Auswirkungen der neuen Technologie. Aber der Minister führt aus, dass merkliche Risiken derzeit nicht erkennbar sind und dass die Auswirkungen trotzdem weiterhin streng kontrolliert werden, um entstehende Gefahren frühzeitig abwenden zu können.
Auch die Mobilfunkunternehmen haben dieses Thema aktiv aufgenommen—das ist erfreulich aber auch verständlich: Denn sie wissen, dass ihre Umsätze und Gewinne von einer hohen Akzeptanz der neuen Technologie abhängen.



Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2

Angesichts der hohen Kosten der Anschubfinanzierung wollen die Betreiber und Anbieter jedes noch so kleine Risiko ausschließen—und das ist gut für uns potentielle Nutzer: für unsere Portemonnaies und unsere Gesundheit.
Ein Unternehmen, das anscheinend schneller als die anderen sein wird, ist Motorola. Denn Motorola bietet das erste UMTS-Handy an, und es soll in Flensburg produziert werden. Diese Entscheidung ist aus schleswig-holsteinischer Sicht sehr zu begrüßen, und an dieser Stelle gebührt der Landesregierung auch einmal ein kleines Lob für ihren Einsatz für den Motorola-Standort Flensburg: Denn der soll ja schon auf der Kippe gestanden haben, und der Einsatz der Landesregierung für Flensburg hat sicherlich dazu beigetragen, das Werk in Flensburg zu erhalten—vielen Dank.
Das ist allerdings noch kein Grund, UMTS als wichtigen oder besonders wichtigen Standortfaktor zu benennen. Mobilfunkverbindungen sind heute eine Selbstverständlichkeit, damit kann sich keine Region besonders von anderen abheben. Abheben könnte man sich nur negativ—wenn die Verbindungen nicht vorhanden wären. Es kommt darauf an, dass den Netzbetreibern keine Steine in den Weg gelegt werden, damit sie das UMTS-Netz aus den Ballungsräumen Kiel und Norderstedt möglichst schnell über ganz Schleswig-Holstein ausbreiten können. Die Ausführungen des Ministers lassen hoffen, dass die Landesregierung sich dieser Meinung nicht nur anschließt, sondern auch entsprechend handelt.
Damit zu meinem letzten Punkt, meine Damen und Herren, UMTS als Quelle neuer Berufsbilder. Hiervor möchte ich eindringlich warnen. UMTS ist ein technischer Standard, der in einigen Jahren überholt sein und abgelöst werden wird. Das ist nichts Schlimmes, sondern Normalität in einer sich entwickelnden Welt. Die Informations- und Kommunikationstechnologie zeichnet sich besonders durch kurze Produkt- und Standardzyklen aus. Es wäre der falsche Weg, hierauf mit neuen Spezialberufsbildern und entsprechenden umfassenden Ausbildungsgängen zu reagieren.
Gerade wegen der immer kürzeren Halbwertszeit von Anwendungswissen sollten allgemeine Kompetenzen immer stärker in den Mittelpunkt der Bildung rücken: Darauf kann man lebenslanges Lernen aufbauen, indem die Menschen sich das notwendige spezielle Fachwissen mittels ihrer allgemeinen Kompetenzen von Fall zu Fall aneignen. Es kommt vielmehr darauf an, dass die Bildungsträger in die Lage versetzt werden, ihren Auftrag stets mit Hilfe und am Beispiel der jeweils aktuellen technischen Standards zu vermitteln—in der Kommunikationselektronik also am Beispiel UMTS.
Wir beantragen, den Bericht ohne weitere Ausschussberatungen zur Kenntnis zu nehmen.“



Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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